Weil es so spektakulär ist, führt die Tour de France dieses Jahr gleich zweimal über L’Alpe d’Huez. Doch der sportliche Reiz nimmt ab. Und die Natur leidet.
Aufstieg bei der Tour de France hoch nach L’Alpe d’Huez, Szene aus dem Jahr 2001
Imago/Ulmer
Am Freitag und Samstag erobert das Peloton der Tour de France gleich zweimal L’Alpe d’Huez. Einmal, am Freitag, über die bekannten, mit Geschichten aufgeladenen 21 Kehren hinauf zum Skiort. Tags darauf pirschen sich die 164 Fahrer nicht vom Tal von Le Bourg d’Oisans, sondern in einer weiten Schleife über die Cols Croix de Fer, Telegraphe und Galibier an den alten Ziegenpfad über den Col de Sarenne heran, der sie von hinten nach L’Alpe d’Huez heranbringt.
Vom Profil her ist diese 20. Etappe die spektakulärste dieser Tour. Sie löst bei so ziemlich allen, die beim großen Zirkus Tour de France mitreisen, Vorfreude bis Begeisterung aus. Der Deutsche Meister Felix Engelhardt etwa freut sich, bei seiner Debüttour überhaupt erstmals im Wettkampf zur Alpe hochzustiefeln. Er kann sich, wie er sagt, gar nicht recht entscheiden, ob ihn mehr die traditionelle Auffahrt oder die neue große Runde über den Col de Sarenne reizt. Sein Schweizer Teamkollege bei Jayco AlUla, Mauro Schmid, bereits Etappensieger bei dieser Tour, freut sich vor allem auf die Massen an Fans und die Stimmung, die zwei Tage lang am Berg herrscht.











