Im August wird Taiwan im Rahmen der jährlichen Luftschutzübungen erstmals auch Störungen des Mobilfunknetzes simulieren. Dafür wird der mobile Internetzugang massiv gedrosselt, sodass Nutzer nur noch herkömmlich telefonieren oder SMS verschicken können. Soziale Netzwerke oder Videos werden in dieser Zeit nicht mehr nutzbar sein. Die Krisenübung wird in 14 Städten und Landkreisen in Nord- und Zentraltaiwan durchgeführt und 30 Minuten dauern.
Diese 30-minütigen Katastrophenschutzübungen finden jedes Jahr statt und umfassen üblicherweise eine Ausgangssperre, in der die Menschen angehalten werden, in den Häusern zu bleiben. Der Verkehr steht dabei praktisch still, was auch polizeilich kontrolliert wird. Da es sich vorrangig um eine Luftschutzübung handelt, werden auch aufwärts laufende Rolltreppen in öffentlichen Gebäuden wie Bahnhöfen für diese Zeit abgeschaltet. Dieses Jahr kommt erstmals die Simulation von Mobilfunkstörungen hinzu.
Offline-Simulation auch für das Militär
Dabei werden 4G- und 5G-Mobilfunknetze laut Medienberichten auf 1 Prozent der üblichen Kapazität gedrosselt, sodass Streaming, Videotelefonie oder soziale Netzwerke praktisch unbrauchbar sein werden. Festnetzanschlüsse sind davon aber nicht betroffen, sodass heimische und Firmennetzwerke sowie öffentliches WLAN weiter genutzt werden können. Auch können die Bewohner in dieser Zeit Mobilfunkanrufe und SMS verwenden.











