Falls die AfD regiert, ist ein ökonomischer Schaden absehbar, lautet das Ergebnis einer neuen Studie. Sachsen-Anhalt wäre davon besonders betroffen.

Wahlkampfauftakt der AfD in Sachsen-Anhalt

Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Marcel Fratzscher spricht von einem „AfD-Paradoxon“. Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hat sich in einer aktuellen Studie damit beschäftigt, wie sich die Politik der AfD ökonomisch auswirken könnte. Das Ergebnis: Regionen mit hohem AfD-Stimmanteil, etwa in Sachsen-Anhalt, würden besonders unter AfD-Politik leiden. Der autoritär nationalradikalen Partei schade das allerdings nicht, denn wenn Menschen unzufrieden sind, fördere das die AfD-Unterstützung.

Die Kurzstudie will die DIW am Freitag veröffentlichen, der taz lag sie bereits vorab vor. Darin untersucht Fratzscher, wie Kreise in Deutschland grundsätzlich auf bundesweite ökonomische Entwicklungen reagieren. Er kommt dabei zu dem Ergebnis, dass Kreise mit hohem AfD-Anteil empfindlicher reagieren als andere. Grund dafür sei eine „kleinteilige Wirtschaft, geringere Qualifikation und weniger Ausweichmöglichkeiten“.