Diese Zahlen, vereint in einer Liga, darf man sich ruhig auf der Zunge zergehen lassen: 23 – nicht irgendwelche, sondern – nationale Meisterschaften, 19 Pokalsiege, 283 Spiele in europäischen Cup-Wettbewerben, dazu jede Menge Nationalspieler, die von diesen Vereinen ausgebildet worden sind. Nicht inbegriffen die drei Meistertitel, sieben Pokalsiege und 72 Spiele des 1. FC Magdeburg in Europa, weil hier nur die Zweite der Bördestädter mitspielt. Damit ist das Dilemma jedoch schon benannt. Denn diese Bilanz stammt nicht von heute und nicht von gestern, nicht einmal von vorgestern und es ist auch nicht die der zurückliegenden Jahre. Sie hat sich seit Jahrzehnten nicht verändert und sie macht nicht einmal kleinste Anstalten des Aufhübschens. Es ist die Bilanz einer Spielklasse, die vor 35 Jahren an ihr Ende gekommen war und einst DDR-Oberliga hieß. Es ist eine Bilanz für die Ewigkeit und trotzdem eine Erinnerung an goldene Zeiten.
Meister der Staffel Nordost steigt diesmal direkt auf
Drei Stufen tiefer treffen sich die meisten Teams wieder. Das, was jetzt Regionalliga Nordost heißt, an diesem Wochenende mit der Jagd nach Punkten startet und diesmal nach 34 Spieltagen für den Tabellenersten mit dem direkten Aufstieg in die 3. Liga seinen Höhepunkt findet, hätte damals der Bezirksklasse entsprochen. Von der gab es in den 15 Bezirken zwischen Ostsee und Erzgebirge, Börde und Lausitz jeweils mehrere (allein in Karl-Marx-Stadt vier), und für die Etablierten wären diese Vereine allenfalls zum Start der Vorbereitung in die Saison als Testgegner infrage gekommen.







