Bei aller sportlichen Rivalität zwischen den Fußballvereinen der Regionalliga Nordost waren sich die Zuschauer auf den Rängen am vergangenen Wochenende mal wieder einig. „Meister müssen aufsteigen“, stand auf diversen Bannern in fast allen Stadien geschrieben. Weiterhin drückt die scheinbar endlose Diskussion um die Aufstiegsreform zur 3. Liga auf die Stimmung. Von Greifswald bis Erfurt, von Leipzig bis Berlin: Die Fans sind sich einig, dass endlich eine vernünftige Lösung gefunden werden muss. Beim Spiel zwischen dem FC Erzgebirge Aue und der VSG Altglienicke (3:3) ruhte der Ball am Sonnabend nach Anpfiff des Schiedsrichters knapp zwei Minuten, weil die Vereine damit noch einmal erhöhte Aufmerksamkeit generieren wollten. Auch in den anderen Stadien im Nordosten wurde zwar offiziell angestoßen, der Spielbetrieb aber zumindest für eine Minute eingestellt.
Regionalliga Nordost
Kein guter Tag für die Heimteams: Jena und Chemie kassieren einen Dämpfer
Die Fans wollen vom Verband endlich einen plausiblen Lösungsweg aufgezeigt bekommen. „Lasst euch nicht verarschen“, stand beispielsweise auf einem überdimensional großen Plakat im Babelsberger Fan-Block beim Auswärtsspiel in Leipzig geschrieben. Auf der gegenüberliegenden Seite im Alfred-Kunze-Sportpark, da, wo die Anhänger der BSG Chemie stehen, war zu lesen: „Gemeinsam für eine faire Aufstiegsreform“. „Aufstiegsreform? Vereine und Fans betrogen“, stand auf einem Plakat in Jena beim Heimspiel gegen den FSV Zwickau (1:2). „Das ist eure letzte Saison. Vereine und Fans wehren sich, Kompassmodell jetzt“, hatten die Anhänger des FC Rot-Weiß Erfurt beim Spiel gegen den BFC Dynamo (4:1) noch etwas drastischer formuliert.









