Die Umbauarbeiten bei Burda dauern an – und führen zum Zusammenlegen interner Strukturen sowie zu einer neuen Chefetage für das deutsche Mediengeschäft. Wie das traditionsreiche Verlagshaus am Donnerstag der Öffentlichkeit und den eigenen Mitarbeitern mitteilte, werden die Unternehmensbereiche Burda-Verlag und Burda Forward zusammengeführt. Ziel sei ein integriertes Medienhaus, in dem „Marken aus einer Hand geführt, Silos abgebaut und Kompetenzen gebündelt“ werden. Zusammengeführt werden etwa das Magazin Focus mit der Onlineversion Focus Online sowie dem digitalen Bezahlangebot Focus Plus. Im Bereich Lifestyle stoßen die gedruckte Bunte mit bunte.de zu Titeln wie Instyle, Harper’s Bazaar, Elle oder Freundin.Im neuen Managementboard wird Stefan Ottlitz von sofort an Chief Digital Officer und übernimmt auch die Verantwortung für den Focus. Ottlitz war zuletzt Geschäftsführer beim Spiegel, bis 2017 gehörte er der Chefredaktion der SZ an. Insgesamt sieben Personen gehören dem Board an, darunter Manuela Kampp-Wirtz, die sich um den Lifestyle-Bereich und die Integration von Bunte und bunte.de kümmern soll, und Rebecca Gottwald, die als Chief AI Officer KI-Lösungen für die Burda-Medien entwickeln soll. „In den kommenden zwölf bis 18 Monaten soll das Unternehmen schlanker, agiler und schlagkräftiger werden“, heißt es in einer Pressemitteilung.Medien:Kapitulation nach sechs MonatenDer Medienmanager Jan Wachtel sollte Führungsstärke bringen – jetzt verlässt er den Burda-Verlag schon nach einem halben Jahr. Hat Patriarch Hubert Burda nur Chaos hinterlassen?Das Medienhaus ist in den vergangenen zwei Jahren kaum zur Ruhe gekommen: Wenige Monate nachdem Hubert Burda 2025 die Führung an seine Kinder Elisabeth und Jakob abgegeben hatte, teilte sich das Unternehmen – in Burda Media und den Digital- und Investmentbereich Burda Equity. Mit dem Generationswechsel verließ auch langjähriges Führungspersonal das Unternehmen. Bei Burda Media sollte der neue Geschäftsführer Jan Wachtel eine Strategie für die unter schwierigen Branchenbedingungen leidenden Zeitschriften und digitalen Medien finden. Doch damit scheiterte er offenbar an innerem Widerstand: Nach nur sechs Monaten verließ Wachtel Burda im Juni wieder.Übernommen haben daraufhin Elisabeth Varn und Lydia Rullkötter, die nun ihre Pläne für den Umbau des Unternehmens präsentiert haben. Es handle sich um eine „umfassende Transformation“, heißt es, sie richte das Haus auf die Anforderungen einer zunehmend von künstlicher Intelligenz geprägten Medienwelt aus.
Burda baut um: Das Medienhaus hat nach Streit um Umbau einen Plan
Burda muss schlanker werden - die Frage wie sorgte für Verwerfungen. Nun gibt es einen Plan und einen neuen Manager.








