Der Christopher Street Day (CSD) in Mainz sei für alle Menschen da, sagt Alina Anstatt, Vorsitzende des für die Organisation verantwortlichen Vereins Schwuguntia. „Wir laden alle herzlich ein, mit uns auf die Straße zu gehen und ein sichtbares Zeichen für eine offene, solidarische Gesellschaft zu setzen.“ Denn Haltung zu zeigen und Mainz bunt zu machen, sei wichtiger denn je.Ob bei ihrem Demonstrationszug einmal quer durch die Innenstadt, der Drag-Show im Alten Postlager am Hauptbahnhof, einer Lesung oder einem Gottesdienst: Mit der „Sommerschwüle“ genannten Woche voller Kultur, Begegnung und politischen Botschaften will die queere Gemeinschaft in der Stadt auch 2026 wieder für Vielfalt, Demokratie und Menschenrechte werben. Die Veranstaltungswoche geht auf ein 1993 zum ersten Mal ausgerichtetes Fest in der Alten Ziegelei von Mainz zurück.Demo für gleiche Rechte und RespektVor allem der durch die Innenstadt führende Demonstrationszug am Samstag, der um 13 Uhr am Fischtorplatz beginnen wird und zu dem laut Mitteilung abermals mehrere Tausend Teilnehmer erwartet werden, erhält erfahrungsgemäß die größte Aufmerksamkeit. Dabei geht es darum, gleiche Rechte, Respekt und Zusammenhalt für jene einzufordern, die nicht heterosexuell sind und deren Geschlechtsidentität von der Norm abweicht. An dem farbenfrohen Stadtspaziergang der queeren Community dürften sich unter anderen Menschen beteiligen, die lesbisch, schwul, bi-, trans- oder intersexuell sowie nicht binär sind. Letztlich seien bei der Pride-Parade aber alle willkommen, die gegen Diskriminierung und Ausgrenzung demonstrieren möchten.Nach dem Umzug, der die Teilnehmer auf Rhein- und Quintinsstraße zunächst ins Bleichenviertel und von dort aus weiter über Münster- und Schillerplatz bis zur Ludwigsstraße führt, warten auf der Malakoff-Terrasse etliche Verkaufs- und Informationsstände sowie ein Bühnenprogramm auf die CSD-Gesellschaft. Im Anschluss an das politische Straßenfest am Winterhafen geht es von 22 Uhr an dann zum „Post Pride Clubbing auf drei Floors“ ins Alte Postlager, wo die Gäste mit House-, Techno- und Pop-Musik sowie Dance- und Queer-Hits bis gegen sechs Uhr feiern können. Dafür allerdings muss zuvor ein etwa 20 Euro teures Ticket erworben werden.Schon am Freitag von 20 bis 23 Uhr soll sich das ehemalige Postlager in einen Ort verwandeln, an dem Besucher eine „unvergessliche Drag-Show“ mit nationalen und lokalen Künstlern, darunter auch einigen Nachwuchstalenten, erleben dürfen. Einlasskarten kosten an der Tageskasse 20 und im Vorverkauf 17 Euro.Wer sich dagegen eher für die ruhigeren und nicht so stark glitzernden Events der „Mainzer Sommerschwüle“ interessiert, die es zum Beispiel in Form einer queeren Stadtführung, einem „Picknick lesbischer Sichtbarkeit“ am Adenauer-Ufer oder dem sonntäglichen Chill-out-Angebot in der Kulturei ebenfalls gibt, findet die komplette Programmübersicht im Internet unter www.csd-mainz.de.