Setzt auf Expansion: Revolut-Chef Nik Storonsky

Die britische Digitalbank Revolut hat ihre Bewertung im Zuge einer Sekundärplatzierung um mehr als die Hälfte auf 115 Milliarden Dollar gesteigert. Ende vergangenen Jahres belief sich der Wert der Bank noch auf 75 Milliarden Dollar. Bei diesem Geschäft hätten Mitarbeiter Anteile zum Preis von 2017 Dollar je Aktie losschlagen können, berichten das „Wall Street Journal “ und „Bloomberg “ gleichlautend.

Bei einer Sekundärplatzierung können bestehende Investoren ihre Anteile an andere verkaufen, ohne dass das Unternehmen dafür neue Aktien ausgeben muss. Da der Markt für Börsengänge in den vergangenen Jahren für Unternehmen außerhalb des Bereichs der künstlichen Intelligenz weitgehend brachlag, haben sich zahlreiche Fintech-Unternehmen dem privaten Aktienverkauf zugewandt, um ihren Mitarbeitern und frühen Investoren Liquidität zu bieten.

Revolut mehr wert als größte britische BankDer jetzige Aktienverkauf festigt den Status des Fintechs als Europas wertvollstes Start-up. Zugleich hat Revolut damit so manch andere Bank hinter sich gelassen. Die größte britische Bank Barclays zum Beispiel bringt es auf einen Marktwert von umgerechnet etwa 95 Milliarden Dollar.