Ein Modelagent, der wegen seiner Verbindungen zu Jeffrey Epstein voraussichtlich von der französischen Staatsanwaltschaft vernommen werden sollte, wurde in seinem Haus in der Nähe von Paris tot aufgefunden. Das bestätigte eine stellvertretende Staatsanwältin am Justizgericht Nanterre unter anderem gegenüber dem US-Sender CNN und der britischen BBC. Der 69-jährige Daniel Siad starb demnach bereits am Montag in Colombes, einem nordwestlichen Vorort von Paris. Die Ermittlungen wegen der Todesursache laufen, die französischen Behörden planen eine Autopsie, heißt es in der Erklärung.Siads Name war laut CNN über zweitausendmal in den von der US-Regierung veröffentlichten Epstein-Files aufgetaucht. Die Nachrichten deuten darauf hin, dass er den verurteilten Sexualstraftäter Epstein mutmaßlich immer wieder mit jungen weiblichen Models vernetzt hat, die in mehreren Fällen minderjährig waren. Siad soll das auch nach der Verurteilung Epsteins weitergeführt haben.Zwei ehemalige Models, die Epstein vorwerfen, sie in New York vergewaltigt zu haben, beschuldigten Siad, sie im Wissen nach New York geschickt zu haben, dass sie missbraucht würden. „Es war eine komplette Inszenierung“, sagte eine der jungen Frauen laut BBC und beschrieb Siad als „im Grunde einen professionellen Menschenhändler“. Der Modelagent bestritt das öffentlich: „Ich habe ihm vertraut und gedacht, der Typ wäre professionell“, sagte er unter anderem in einem Interview mit dem US-Sender CNN. Den Epstein-Files zufolge soll Epstein Siad tausende Dollar für die Vermittlung der jungen Frauen gezahlt haben.