Sie telefonierte in ihrem Zimmer mit der Familie und hörte nichts. Als die 28-Jährige am Montagabend in die Küche des Hauses in Colombes bei Paris ging, lag dort ein Toter: Daniel Siad, 69, Modelscout – und einer der meistgenannten Männer in den Akten des Jeffrey Epstein.So schilderte die Mitbewohnerin den Fund der Zeitung Le Parisien. Die Staatsanwaltschaft Nanterre bestätigte den Todesfall und leitete eine Untersuchung ein. Eine Obduktion soll klären, woran Siad starb.Mehr ist über die Todesumstände bislang nicht bekannt. Auch wer die Frau ist, die ihn fand, und in welcher Beziehung sie zu ihm stand, konnten die Ermittler zunächst nicht sagen.
Der Mann, der sich Epsteins „Fischer“ nannte
Fest steht: Siad stirbt zu einem heiklen Zeitpunkt. Gegen ihn lief in Paris ein Ermittlungsverfahren wegen mutmaßlichen Menschenhandels, mehrere Frauen hatten ihn angezeigt, darunter wegen Vergewaltigung.Vernommen worden war er nie. Siad bestritt alle Vorwürfe und kündigte an, er wolle den Ermittlern seine Version schildern. Dazu kommt es nun nicht mehr.Was bleibt, sind die Akten. In den Dokumenten, die das US-Justizministerium ab Dezember 2025 freigab, taucht Siads Name fast 2000-mal auf.In einer Mail von 2014 beschrieb sich Siad laut der Nachrichtenagentur AFP selbst so: „In diesem Geschäft fühle ich mich wie ein Fischer, manchmal fische ich schnell etwas, manchmal gibt es keinen Fisch.“ In derselben Mail soll er eine „Liste von fünf Mädchen zwischen 16 und 17 Jahren“ aus Skandinavien angekündigt haben.Von Epsteins Verbrechen will er nichts gewusst haben.











