Behörden sollen mehr europäische Produkte kaufen, schlägt die EU-Kommission vor. Das könnte die Machtverteilung in Europa erheblich verschieben.

In Zukunft soll bei der öffentlichen Beschaffung eine europäische Präferenz gelten

Piroschka Van de Wouw/reuters

Die Europäische Kommission plant eine kleine Revolution im öffentlichen Beschaffungswesen. Kommunale Behörden, Krankenhäuser und Stadtwerke, aber auch Länder und EU-Staaten sollen öffentliche Aufträge künftig nicht mehr bevorzugt an den günstigsten Anbieter vergeben.

Stattdessen soll eine europäische Präferenz gelten, um Waren und Dienstleistungen „Made in Europe“ zu fördern. Damit will sich die EU gegen Billiganbieter etwa aus China durchsetzen, sich aber auch unabhängiger von den USA machen. Die Aufsicht soll in Brüssel zentralisiert werden.