Die Adsorptionskältemaschine, die grob vereinfacht Hitze in Kälte verwandelt, ist ein schon über 100 Jahre alter Hut. Sie kommt ohne Verdichter beziehungsweise Kompressor aus, arbeitet folglich leise und war deshalb für die Minibars in Hotelzimmern beliebt. Weil auch eine Gasflamme als Energiequelle für den Kältekreislauf dienen kann, wurden Adsorptionskühlschränke früher in Wohnmobile eingebaut.
Adsorptionskältemaschinen eignen sich grundsätzlich aber auch für andere Zwecke, etwa zur Klimatisierung von Gebäuden. Sie können im Prinzip auch Abwärme nutzen, um Kälte zu erzeugen, doch bisherige Systeme brauchen dazu relativ hohe Temperaturen von mehr als 60 Grad Celsius.
Weil jedoch CMOS-Logikchips keine sonderlich hohen Temperaturen vertragen, arbeiten Wasserkühlungen in Rechenzentren mit Rücklauftemperaturen zwischen nur 30 und bestenfalls 45 Grad Celsius. Das erschwert die Nachnutzung der Abwärme grundsätzlich, etwa auch in Fernwärmenetzen.
Firmen wie Exora wollen Abwärme künftig schon ab etwa 35 Grad Celsius effizient nutzbar machen, und zwar mit Sorptionsmaterialien auf Basis metallorganischer Gerüste beziehungsweise Gerüstverbindungen (Metal-Organic Framework, MOF).
90 Prozent Energie gespart









