Der heute 57-jährige Patrick Frei, ehemaliger Kommunalpolitiker der rechtskonservativen SVP, soll seine Partnerin und deren damals 15-jährige Tochter über Monate hinweg betäubt und mehrfach sexuell missbraucht haben. Seine Taten soll er gefilmt haben. Schweizer Medienberichten zufolge ist der Beschuldigte auf etlichen Aufnahmen selbst zu sehen, weshalb die Staatsanwaltschaft von einem verkürzten Verfahren ausgeht.Die Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau wirft Frei mehrfache Vergewaltigung, Schändung, sexuelle Handlungen mit Kindern und versuchten Mord vor. Laut Anklage sedierte er die Tochter seiner aus Polen stammenden Partnerin mehr als 40-mal mit K.-o.-Tropfen und vergewaltigte sie. Auch die Mutter soll er betäubt und sexuell missbraucht haben.Wegen der verabreichten Substanzen befanden sich die Opfer der Anklagebehörde zufolge wiederholt in Lebensgefahr, ihnen drohte der Erstickungstod. Sie fordert eine lebenslange Freiheitsstrafe. Frei bestreitet wesentliche Teile der Vorwürfe, für ihn gilt die Unschuldsvermutung. Den Opfern droht die Abschiebung Der Ex-Politiker war im September 2023 festgenommen worden, nachdem seine Partnerin ihn nachts im Zimmer ihrer Tochter entdeckte. Sie verständigte die Polizei. Frei sitzt seither in Untersuchungshaft. In seiner Zeit als aktiver Politiker setzte sich Frei für ein härteres Vorgehen gegen sexuellen Missbrauch an Kindern ein. Überdies machte er mehrfach Ausländer für Gewalt gegen Frauen verantwortlich.Seiner Partnerin und deren Tochter droht in der Schweiz indessen die Abschiebung. Nach der Anmeldung der beiden Opfer beim Sozialamt bezweifelte die Gemeinde Untersiggenthal die Aufenthaltsbewilligung und schaltete die Migrationsbehörde des Kantons ein, wie die Schweizer Zeitung „20 Minuten“ berichtet. Die Behörde soll wiederum die Polizei informiert haben, da der „dringende Verdacht“ bestehe, dass beim Bewilligungsverfahren getäuscht wurde.Freis Partnerin war bei ihm offiziell als Haushaltshilfe angestellt, erhielt aber keinen Lohn. Die Behörden gehen daher von einem Scheinarbeitsverhältnis aus, das den Aufenthalt der Frau in der Schweiz ermöglichen sollte. Die Vorwürfe sexueller Gewalt könnten einen „schwerwiegenden persönlichen Härtefall nicht begründen“, schrieb das Amt. Das Migrationsamt verfügte eine Ausweisung, gegen die sich die Betroffenen seitdem juristisch wehren. (Tsp)
Schweizer droht lebenslange Haft: Ex-Politiker soll Mädchen 40-mal betäubt und vergewaltigt haben
Als Politiker der rechtskonservativen SVP setzte sich Patrick Frei für den Schutz von Kindern ein. Er selbst soll eine Minderjährige und deren Mutter missbraucht und fast getötet haben. Den Überlebenden droht die Abschiebung.










