Stand: 22.07.2026 • 14:44 Uhr

Der Tankrabatt ist ausgelaufen, die Lage im Nahen Osten spitzt sich zu und die Preise an den Zapfsäulen steigen wieder: Trotzdem schließt Wirtschaftsministerin Reiche weitere staatliche Eingriffe aus.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sieht derzeit keine Möglichkeit für einen weiteren staatlichen Eingriff, um gegen hohe Kraftstoffpreise vorzugehen. Sie verwies auf die knappe Haushaltslage: Mit dem sogenannten Tankrabatt im Mai und Juni habe die Bundesregierung "ein sehr, sehr teures Instrument eingesetzt", so Reiche. "Das hat uns viele Milliarden Euro gekostet", sagte sie den Sendern RTL und ntv.

Die Regierung hatte Anfang Mai wegen der im Zuge des Iran-Kriegs stark gestiegenen Spritpreise die Steuern auf Benzin und Diesel um insgesamt knapp 17 Cent gesenkt. Der Tankrabatt lief Ende Juni jedoch aus. Die Preise an den Zapfsäulen stiegen dann deutlich, hinzu kommen die wieder aufgeflammten Kämpfe. Die Spritpreise stehen inzwischen im Bundesschnitt wieder weit über zwei Euro pro Liter.

SPD verfolgt andere Idee weiter