Um Gruppen von Galaxien herum verteilt sich in diffusen Wolken viel mehr klassische Materie, als man bislang angenommen hat. Das hat eine Analyse mit Instrumenten ergeben, die eigentlich für ganz andere Forschung ausgelegt sind. Diese bislang nicht gefundenen Ansammlungen herkömmlicher Materie erstrecken sich demnach auch in viel größere Entfernungen als bekannt. Damit dürfte das Rätsel um die fehlende Materie bald gelöst sein. Erst vor wenigen Wochen hat ein anderes Forschungsteam riesige Gasstrukturen zwischen Galaxien entdeckt, in denen ebenfalls viel davon gebunden ist. Die neue Studie ist jetzt auch wegen der angewandten Methode von Interesse, denn die dürfte in den kommenden Jahren kontinuierlich verbessert werden.
Bisher nicht alle Materie lokalisiert
Hintergrund der Forschungsarbeit ist unser Wissensstand, dass das Universum nach unserem Verständnis zu 70 Prozent aus Dunkler Energie und zu 25 Prozent aus Dunkler Materie besteht. Auf herkömmliche Materie, wie wir sie kennen, entfällt demnach nur etwa 5 Prozent. Und trotzdem haben wir deren Vorkommen bislang nicht vollständig lokalisiert, wir sehen im Kosmos also weniger herkömmliche Materie, als es geben müsste. Zumindest dabei kommen wir einer Antwort aber wohl näher und die besteht offenbar darin, dass im vermeintlich leeren Raum zwischen den Galaxien mehr Materie vorkommt, als wir sehen können und bislang entdeckt haben.







