Die USA und Saudi-Arabien haben sich übereinstimmenden Medienberichten zufolge auf ein Atomabkommen geeinigt. Die Einigung könnte dem Königreich ermöglichen, im Rahmen eines zivilen Atomprogramms eigens Uran anzureichern. Das berichten die Nachrichtenagenturen AP und Reuters sowie die Zeitung »New York Times« unter Berufung auf US-Regierungsvertreter. Zuerst hatte das »Wall Street Journal« berichtet. Den Berichten zufolge soll das Abkommen zeitnah offiziell verkündet werden, ehe es dem US-Kongress zur Prüfung vorgelegt wird.Die milliardenschwere Vereinbarung solle eine Laufzeit von 30 Jahren haben, US-Unternehmen eine Schlüsselrolle beim Aufbau der saudischen Atominfrastruktur sichern und andere ausländische Konkurrenten ausschließen, heißt es weiter in dem Bericht des »Wall Street Journal«. Eine zentrale Regelung sieht demnach vor, dass US-Unternehmen eine Urananreicherungsanlage in Saudi-Arabien bauen, sofern eine gemeinsame US-saudische Studie zu dem Schluss kommt, dass ein solcher Schritt gerechtfertigt ist.
Die »New York Times« berichtete unter Berufung auf Regierungsbeamte, Trump habe Kompromisse machen müssen, um die Vereinbarung zu erreichen. So habe er Bedingungen zugestimmt, die internationale Inspektoren möglicherweise daran hindern könnten, Zugang zu bestimmten Standorten zu bekommen. Gemeint seien Standorte, an denen der Verdacht aufkomme, dass dort Kernbrennstoff für Waffenprogramme abgezweigt werden könne.Deal könnte noch am Mittwoch unterschrieben werdenLaut den Berichten könnte die Vereinbarung noch am Mittwoch unterzeichnet werden. US-Energieminister Chris Wright hatte bereits bei einer Reise in die Region im April 2025 über einen solchen Deal Gespräche geführt. Schon damals hieß es, denkbar sei ein neues Energie-Abkommen beider Länder, das den Weg für ein Atomprogramm in dem Wüstenstaat ebnen könnte.










