Die dritte Insolvenz des Kaufhaus-Konzerns ist mittlerweile zwei Jahre her, doch bei Galeria kehrt keine Ruhe ein. Eine Kreditlinie gab es zuletzt nur auf Grundlage eines Sanierungsplans. Erneut sind Standorte gefährdet.

22.07.2026, 11.16 Uhr

Kaufhaus-Chaos: Mehrere Vermieter beklagten in den vergangenen Monaten, dass Mieten von Galeria nicht oder nur teilweise gezahlt wurden

33 Filialen der Warenhauskette Galeria werden auf ihre Rentabilität geprüft und könnten geschlossen werden. Das Unternehmen nannte nun die betroffenen Standorte. Galeria will mit den Vermietern über Mietkonditionen und Flächenanpassungen verhandeln. Sollten keine tragfähigen Lösungen erarbeitet werden, sei die Fortführung der jeweiligen Filiale gefährdet. Bei einigen Häusern laufen die Gespräche bereits, bei anderen sollen sie jetzt beginnen.

Diese Standorte sind Teil der Liste:Baden-Württemberg: Freiburg (Europaplatz), Heilbronn, Mannheim, Offenburg, SingenBayern: Aschaffenburg, Bayreuth, Memmingen, München (Rotkreuzplatz), WürzburgBerlin: Alexanderplatz, Hermannplatz, Kurfürstendamm, SpandauBrandenburg: PotsdamHamburg: EimsbüttelHessen: Bad Homburg, Limburg an der LahnMecklenburg-Vorpommern: WismarNiedersachsen: Braunschweig, OldenburgNordrhein-Westfalen: Euskirchen, Kleve, Köln (Breite Straße, Hohe Straße, Nippes), Mülheim (Rhein-Ruhr Zentrum), Münster (Salzstraße)Rheinland-Pfalz: Bad Kreuznach, Koblenz, Mainz, SpeyerSachsen-Anhalt: MagdeburgKriterien für die Auswahl waren laut Galeria unter anderem die Mietbelastung und Ertragskraft. "Wir werden jeden Standort einzeln und ergebnisoffen betrachten", sagte Geschäftsführer Tilo Hellenbock. Wann Entscheidungen fallen, ließ eine Sprecherin von Galeria offen.