PfadnavigationHomePodcastsAha!Wissenschafts-PodcastRisikobereitschaft – Wie lerne ich, mutiger zu werden?Stand: 08:30 UhrLesedauer: 3 MinutenQuelle: NurPhoto via Getty ImagesViele Menschen wünschen sich, häufiger über ihren Schatten zu springen. Die Forschung zeigt, dass Mut eng mit dem Umgang mit Unsicherheit verbunden ist und sich durch Erfahrungen beeinflussen lässt. Wer regelmäßig kleine Risiken eingeht, kann seine Risikobereitschaft im Alltag stärken.Hier können Sie die Folge direkt hören: Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:In der aktuellen Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ geht es um Mut. Gemeint ist damit nicht die Abwesenheit von Angst, sondern die Bereitschaft, trotz möglicher negativer Folgen zu handeln. Aus Sicht der Verhaltenswissenschaften wird Mut häufig als Risikobereitschaft verstanden: Menschen treffen Entscheidungen, obwohl der Ausgang unsicher ist und ein Verlust oder Schaden drohen könnte.Professor Thorsten Pachur, Psychologe und Forscher zu Risikoentscheidungen, erklärt, dass Unsicherheit und mögliche negative Konsequenzen die zentralen Merkmale mutigen Handelns sind. Genau deshalb ist Mut eng mit der Frage verknüpft, wie Menschen Risiken wahrnehmen und bewerten.Wie die Wissenschaft Mut misstUm Risikobereitschaft zu untersuchen, nutzen Forschende unterschiedliche Methoden. Dazu gehören Fragebögen, in denen Menschen ihre eigene Bereitschaft zum Eingehen von Risiken einschätzen. Daneben kommen Verhaltensaufgaben zum Einsatz. Ein bekanntes Experiment ist der virtuelle Ballon-Test: Je stärker ein Ballon aufgepumpt wird, desto höher ist der mögliche Gewinn, aber auch das Risiko eines Platzens. Das Verhalten in solchen Situationen erlaubt Rückschlüsse darauf, wie risikofreudig jemand ist.Risikobereitschaft wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Im Durchschnitt zeigen Männer etwas höhere Werte als Frauen. Auch das Alter spielt eine Rolle: Besonders ausgeprägt ist die Risikobereitschaft häufig zwischen dem späten Jugendalter und den frühen Zwanzigern. Darüber hinaus gibt es Hinweise auf Zusammenhänge mit körperlichen Merkmalen wie der Körpergröße. Insgesamt handelt es sich jedoch um ein komplexes Zusammenspiel vieler Einflüsse.Warum Mut wichtig istMut erfüllt mehrere Funktionen. Er hilft Menschen, Neues zu entdecken, Erfahrungen zu sammeln und die eigenen Grenzen kennenzulernen. Gerade in jungen Jahren kann risikobereites Verhalten auch eine soziale Rolle spielen, etwa beim Aufbau von Ansehen innerhalb einer Gruppe.Die gute Nachricht: Mut ist zumindest teilweise erlernbar. Zwar gibt es individuelle Voraussetzungen, die sich nicht verändern lassen. Erfahrungen können jedoch beeinflussen, wie bereit Menschen sind, Risiken einzugehen. Wer sich bewusst kleinen Herausforderungen stellt, erlebt oft, dass befürchtete negative Folgen ausbleiben. Solche positiven Erfahrungen können dazu beitragen, Ängste abzubauen und neue Situationen gelassener anzugehen.Mut entsteht daher häufig nicht durch einen großen Sprung, sondern durch viele kleine Schritte. Wer sich regelmäßig aus der eigenen Komfortzone bewegt, kann mit der Zeit lernen, Unsicherheit besser auszuhalten und selbstbewusster zu handeln.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.Ab sofort gibt es noch mehr „Aha!“ bei Apple Podcasts und exklusiv hier für WELT-Abonnenten:„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.
Mut lernen: Warum Risikobereitschaft trainierbar ist und wie kleine Schritte mutiger machen - WELT
Viele Menschen wünschen sich, häufiger über ihren Schatten zu springen. Die Forschung zeigt, dass Mut eng mit dem Umgang mit Unsicherheit verbunden ist und sich durch Erfahrungen beeinflussen lässt. Wer regelmäßig kleine Risiken eingeht, kann seine Risikobereitschaft im Alltag stärken.







