PfadnavigationHomePolitikDeutschlandDB-Mitarbeiter fiel aus Tür„Er ist dann zurück und hat noch ein Bier getrunken“ – Zeuge schildert Zugfahrt mit dem AngreiferStand: 05:09 UhrLesedauer: 3 MinutenDer Regionalzug steht am Bahnhof in Ettlingen-Bruchhausen, nachdem der Sicherheitsmitarbeiter durch die Tür rutschteQuelle: Melanie Keul/EinsatzReport24/dpaEine Ticketkontrolle eskaliert, ein Bahn-Sicherheitsmitarbeiter stürzt bei 120 aus einem Regionalzug und wird lebensgefährlich verletzt. Inzwischen ist er außer Lebensgefahr. Ein Zeuge berichtet, wie er die verstörenden Szenen im Zug erlebte.Nach dem lebensgefährlichen Sturz eines Mitarbeiters der DB Sicherheit aus einem fahrenden Regionalzug in Baden-Württemberg dauern die Ermittlungen zum Hergang des Vorfalls an. Der 26-Jährige erlitt dabei schwere Kopfverletzungen, befindet sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft Karlsruhe inzwischen jedoch nicht mehr in Lebensgefahr.Der Vorfall ereignete sich am Freitagabend in der Regionalbahn 44 auf der Strecke von Offenburg nach Karlsruhe. Nach bisherigen Erkenntnissen war es während einer Fahrscheinkontrolle zu einer Auseinandersetzung zwischen einem 36 Jahre alten Fahrgast und Mitarbeitern der DB Sicherheit gekommen.Ein Augenzeuge schilderte nun gegenüber der „Bild“-Zeitung, dass sich der alkoholisierte Fahrgast zunächst darüber beschwert habe, dass der Akku seines Mobiltelefons leer sei und er deshalb sein digitales Ticket nicht vorzeigen könne. Im weiteren Verlauf habe er die Sicherheitsmitarbeiter wiederholt nach deren Qualifikation gemäß Paragraf 34a der Gewerbeordnung gefragt. Der Paragraf legt fest, welche Voraussetzungen Personen erfüllen müssen, die gewerblich Menschen oder Eigentum bewachen. Nachdem der später verletzte Mitarbeiter die Bundespolizei verständigt habe, die den Zug in Karlsruhe erwarten sollte, sei die Situation zunächst wieder ruhiger geworden.Lesen Sie auchKurz vor dem späteren Unglück habe der 36-Jährige, der in einer Vierergruppe an der Tür gesessen habe, dann jedoch andere Fahrgäste nach einem Ladekabel gefragt, um „dem Schwanz“ sein Ticket zeigen zu können. Anschließend sei der Alkoholisierte plötzlich aufgestanden und auf den DB-Mitarbeiter losgegangen. Nach Angaben des Zeugen gingen beide Männer dabei zu Boden. Dann habe der Fahrgast gegen das Opfer getreten. Dabei sei der Sicherheitsmitarbeiter durch einen Spalt an der Zugtür aus dem mit rund 120 Kilometern pro Stunde fahrenden Zug gestürzt. „Dann war der Sicherheitsmann plötzlich weg und wurde mit dem Oberkörper nach unten gesogen. Ich habe nur noch die Beine gesehen und dann war er ganz weg“, beschreibt der Zeuge die Situation. Der Zug kam erst etwa zwei Kilometer später im Bahnhof Bruchhausen zum Stehen.Lesen Sie auchDie kaputte Tür habe beim Anhalten unten rechts komisch weggehangen, erzählte der Zeuge weiter. Am Bahnhof habe der Fahrgast dann auf dem Boden gesessen und die Decke angestarrt. „Der war fix und fertig. Er hat eine nach der anderen geraucht. Er ist dann zurück in diese Vierergruppe und hat noch ein Bier getrunken.“Staatsanwaltschaft prüft Beschwerde gegen Ablehnung von HaftbefehlDer 36-Jährige wurde zunächst festgenommen. Der bereits vorbestrafte Beschuldigte ist in der Vergangenheit überwiegend wegen Gewaltdelikten strafrechtlich in Erscheinung getreten. Die Vollstreckung einer gegen ihn verhängten Freiheitsstrafe ist derzeit zur Bewährung ausgesetzt. Lesen Sie auchDie Staatsanwaltschaft beantragte Haftbefehl. Das Amtsgericht Karlsruhe lehnte diesen jedoch ab. Nach Angaben einer Gerichtssprecherin ergaben sich nach Sichtung eines Überwachungsvideos der Bahn Zweifel am konkreten Ablauf des Geschehens. Deshalb habe es zum damaligen Zeitpunkt weder einen dringenden Tatverdacht noch Fluchtgefahr gesehen.Die Staatsanwaltschaft prüft laut „Bild“, gegen die Entscheidung Beschwerde einzulegen. Das Überwachungsvideo enthalte keinen Ton, weshalb das dynamische Geschehen unterschiedlich interpretiert werden könne. saha
DB-Mitarbeiter fiel aus Tür: „Er ist dann zurück und hat noch ein Bier getrunken“ – Zeuge schildert Zugfahrt mit dem Angreifer - WELT
Eine Ticketkontrolle eskaliert, ein Bahn-Sicherheitsmitarbeiter stürzt bei 120 aus einem Regionalzug und wird lebensgefährlich verletzt. Inzwischen ist er außer Lebensgefahr. Ein Zeuge berichtet, wie er die verstörenden Szenen im Zug erlebte.















