PfadnavigationHomePanoramaEskalierte TicketkontrolleBahnmitarbeiter stürzt aus Zug – Gericht lehnt Haftbefehl gegen Verdächtigen abStand: 11:46 UhrLesedauer: 3 MinutenDer Zug im Bahnhof in Ettlingen-BruchhausenQuelle: Melanie Keul/EinsatzReport24/dpaEin alkoholisierter Fahrgast soll einen Bahnmitarbeiter geschlagen und getreten haben. Der Attackierte fiel aus dem Regionalzug. Ein Gericht lehnt einen Haftbefehl gegen den Verdächtigen ab – und verweist auf ein Überwachungsvideo.Nach der Attacke auf einen 26 Jahre alten Bahnmitarbeiter, der aus einem fahrenden Regionalzug stürzte und lebensgefährlich verletzt wurde, stehen die Ermittler vor zahlreichen offenen Fragen. Der mutmaßliche Täter ist auf freiem Fuß, der Haftbefehl wurde vom Amtsgericht Karlsruhe abgelehnt. Ein Überwachungsvideo der Bahn wirft weitere Zweifel auf.Der Sicherheitsmitarbeiter war am Freitagabend nach einer eskalierten Ticketkontrolle aus einem mit rund 120 Kilometern pro Stunde fahrenden Regionalzug auf dem Weg nach Karlsruhe gestürzt und lebensgefährlich verletzt worden. Nach bisherigen Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft soll ein 36-jähriger, vorbestrafter Mann ihn geschlagen und getreten haben. Während des Angriffs gab die Zugtür nach und der Bahnmitarbeiter fiel durch einen Spalt aus dem fahrenden Zug. Offen ist, wieso genau die Tür nachgab. Der Zug war unterwegs nach Karlsruhe.Amtsgericht lehnt Haftbefehl ab – und verweist auf VideoDas Amtsgericht Karlsruhe teilte mit, der Haftrichter habe kurz nach der Anhörung des Beschuldigten ein Überwachungsvideo der Bahn ausgewertet. Die Aufnahmen hätten Zweifel am konkreten Ablauf des Geschehens ergeben. Welche Erkenntnisse sich daraus ergeben, ließ das Gericht offen. Der genaue Hergang der Tat sei weiter Gegenstand intensiver Ermittlungen, Auskünfte dazu könnten nur die Ermittlungsbehörden geben.Lesen Sie auchNach Angaben des Amtsgerichts war das Video einer der Gründe, weshalb der von der Staatsanwaltschaft beantragte Haftbefehl gegen den 36-Jährigen wegen Körperverletzung abgelehnt wurde.Lesen Sie auchNach Einschätzung des Haftrichters fehlte der für einen Haftbefehl erforderliche dringende Tatverdacht. Zudem habe sich herausgestellt, dass der Beschuldigte entgegen den Angaben im Haftbefehlsantrag einen festen Wohnsitz habe, familiär gebunden sei und einer Vollzeitbeschäftigung nachgehe. Damit habe auch kein ausreichender Haftgrund wie Fluchtgefahr vorgelegen.So lief die Attacke abDer 26-jährige Bahnmitarbeiter war nach bisherigen Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft gemeinsam mit einem Kollegen zu einer Ticketkontrolle gerufen worden, weil sich der 36-jährige Fahrgast weigerte, seine Personalien anzugeben und den Zug zu verlassen. Nach Angaben der Ermittler schlug der 36-Jährige mit Fäusten auf den Sicherheitsmitarbeiter ein und trat nach ihm. Beide prallten den Ermittlern zufolge während des Gerangels mehrmals gegen eine Zugtür. Als der Sicherheitsmitarbeiter den am Boden liegenden Mann wieder hochziehen wollte, soll dieser ihm einen heftigen Tritt versetzt haben. Der 26-Jährige stürzte rückwärts gegen die Tür. Sie gab nach. Nach Angaben der Ermittler fiel der Bahnmitarbeiter durch einen Spalt aus dem fahrenden Regionalzug.Was über den Tatverdächtigen und das Opfer weiter bekannt istDer 36-jährige Deutsche war nach der Tat festgenommen worden. Gegen ihn wird weiter ermittelt. Der 36-Jährige ist wegen Gewaltdelikten vorbestraft und ist auf Bewährung. Er soll zudem bei der Attacke alkoholisiert gewesen sein.Der Bahnmitarbeiter – ein 26-jähriger Bulgare – wurde zwei Kilometer vor dem späteren Halteort des Zuges aufgefunden. Er wurde lebensgefährlich verletzt und zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Am Montag teilte die Staatsanwaltschaft mit, dass der Mann außer Lebensgefahr ist.Der Regionalzug wurde beschlagnahmt. Ein technischer Sachverständiger soll nun untersuchen, weshalb die Tür nachgab.ll mit dpa/AFP
Eskalierte Ticketkontrolle: Bahnmitarbeiter stürzt aus Zug – Gericht lehnt Haftbefehl gegen Verdächtigen ab - WELT
Ein alkoholisierter Fahrgast soll einen Bahnmitarbeiter geschlagen und getreten haben. Der Attackierte fiel aus dem Regionalzug. Ein Gericht lehnt einen Haftbefehl gegen den Verdächtigen ab – und verweist auf ein Überwachungsvideo.
















