Wie sein Anwalt der Nachrichtenagentur dpa bestätigte, wurde der Journalist am Nachmittag in Gewahrsam genommen und zur Staatsanwaltschaft in Ankara gebracht. Grund für seine Festnahme seien Ermittlungen gegen ihn nach einem Beitrag auf der Plattform X, in dem sich Uludağ kritisch über die türkische Justiz geäußert habe.Die Staatsanwaltschaft in Ankara teilte mit, sie habe Ermittlungen wegen Beiträgen im Internet aufgenommen, die zu »öffentlichem Hass und Feindseligkeit« anstachelten und in denen Falschinformationen verbreitet worden seien. Um welche Kommentare es bei den neuen Vorwürfen genau geht, teilte die Staatsanwaltschaft allerdings nicht mit. Der Journalist hatte zuletzt zahlreiche regierungskritische Beiträge geteilt.
Deutsche-Welle-Intendantin Massing: »Zutiefst besorgniserregend«Der in Ankara ansässige Journalist war bereits im Februar wegen »Beleidigung des Präsidenten« festgenommen worden und hatte anschließend rund 90 Tage im berüchtigten Gefängnis Silivri nahe Istanbul verbracht.Laut der Deutschen Welle wird gegen Uludağ nun »mit neuen Vorwürfen in einem weiteren Verfahren ermittelt«. Intendantin Barbara Massing nannte die Festnahme »zutiefst besorgniserregend« und erklärte, journalistische Arbeit dürfe nicht kriminalisiert werden. »Wir erwarten, dass seine Rechte uneingeschränkt gewahrt werden und fordern auch hier ein rechtsstaatliches und faires Verfahren.«















