Vor ein paar Tagen trat der Präsident des PEN America von seinem Amt zurück, Präsident Dinaw Mengestu. Und zwar wegen eines Artikels über den Boykott jüdischer und israelischer Schriftsteller nach dem Gaza-Krieg, für den ich interviewt wurde. Offen gesagt: Weder Mengestu noch ich sind die Opfer dieses blutigen Konflikts, der in dieser Region seit fast drei Jahren wütet und zehntausende Frauen und Kinder in Gaza das Leben gekostet hat, hunderttausende Palästinenser und Libanesen obdachlos machte, Israelis um die Opfer der Anschläge vom 7. Oktober trauern lässt und in dessen Folge in Iran sowie in mehreren Golfstaaten noch immer Tote begraben werden.
Etgar Keret: Was Cancel-Culture, Wagner und Apfelstrudel verbindet
Der Präsident von PEN America wirft hin – weil er Kritik an seinem Kulturboykott nicht erträgt. Meine Mutter hätte das nicht verstanden: Sie spielte in ihrer israelischen Küche auch Musik, die von Antisemiten komponiert wurde.






