Stand: 21.07.2026 • 19:32 Uhr
Die Huthi-Miliz lässt ihrer Ankündigung einer Seeblockade gegen das verfeindete Saudi-Arabien offenbar Taten folgen. Die Gruppe aus dem Jemen hat nach eigenen Angaben mehrere Schiffe zur Umkehr gezwungen.
Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen hat eigenen Angaben zufolge sechs Schiffe auf ihrem ursprünglichen Kurs zur Umkehr gezwungen. Innerhalb von 24 Stunden seien sechs Schiffe nach Warnungen der Huthi umgekehrt, berichtete die von der Miliz kontrollierte Nachrichtenagentur Saba. Unabhängig bestätigen ließen sich diese Berichte zunächst nicht.
Unklar ist, wo genau die Schiffe umgekehrt sein sollen. Jemen-Experten zufolge verbreitete die Miliz über Funk zuletzt aber eine entsprechende Warnung an Schiffe. Auch das von den Huthi kontrollierte Zentrum für humanitäre Einsätze in Sanaa teilte mit, Schiffsbesitzer und -betreiber seien aufgefordert worden, ihre Bewegungen vorab zu koordinieren.
In einer E-Mail an Reedereien warnte die Miliz davor, saudi-arabische Häfen anzulaufen. Ein solches Vorgehen könnte dazu führen, dass die Schiffe überall angegriffen würden. Schifffahrtsdaten des Anbieters LSEG zufolge kehrten daraufhin zwei Tanker um. Die beiden Schiffe, die auf dem Weg nach China und Indien waren, nahmen am Dienstag Kurs auf den Suezkanal, um die jemenitische Küste zu meiden.











