Tausende protestieren nach dem Tod eines Mannes marokkanischer Herkunft. Erlebt Italien einen George-Floyd-Moment? Und: Sexualisierte Gewalt gegen Minderjährige nimmt zu.

Aus der Serie:

Was jetzt?

21. Juli 2026, 17:00 Uhr

In mehreren italienischen Städten ist es zu Protesten und teils zu Zusammenstößen gekommen. Auslöser war der gewaltsame Tod eines 42-jährigen Mannes während eines Polizeieinsatzes am Sonntag in Bologna. Abderrahim Fakir starb mit auf dem Rücken gefesselten Händen auf einer Straße, wo er von zwei Polizisten auf den Boden gedrückt wurde und um Hilfe rief. Das zeigt ein Video, in dem auch zu sehen ist, dass die Beamten erst nach mehreren Minuten von ihm abließen, als er sich bereits nicht mehr bewegte. Gegen die zwei Polizisten laufen Vorermittlungen wegen fahrlässiger Tötung ebenso wie gegen insgesamt vier Sanitäter, die die Szene dem Video zufolge zunächst nur beobachtet hatten. Wie groß die Parallelen zu der Ermordung George Floyds und das Problem rassistischer Polizeigewalt in Italien sind, ordnet ZEIT-Autorin Almut Siefert ein.