Startseite

Unternehmen

Industrie

„Made for Germany“: Konzernchefs fordern Reformschub Top-Manager wie Roland Busch und Christian Sewing ziehen eine positive Zwischenbilanz ihrer Initiative „Made for Germany“. Die Botschaft an die Politik fällt aber unmissverständlich aus.

Siemens-Chef Roland Busch, Bundeskanzler Friedrich Merz und Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing (v.l.n.r., Archivfoto): „Die Initiative zeigt Wirkung.“ Foto: REUTERSMünchen, Frankfurt. Die deutsche Wirtschaft drängt nach dem jüngsten Reformpaket der Bundesregierung auf weitere Schritte. „Das kann nur der Anfang sein“, sagte Deutsche-Bank-CEO Christian Sewing am Dienstag im Namen der Initiative „Made for Germany“. Die eingeleiteten Maßnahmen seien richtig. Sie müssten aber jetzt konsequent umgesetzt werden und seien nicht ausreichend. „Deutschland darf nicht stehen bleiben. Wir brauchen mehr Tempo, mehr Mut.“Oft handelt es sich dabei um Projekte, die ohnehin in der Planung waren. Die Unternehmen bekannten sich dann dazu, sie auch wirklich zu realisieren. Auch bei ausländischen Firmen wachse mit den Reformankündigungen das Interesse, in Deutschland zu investieren, sagte Sewing.Höheres Reformtempo angemahntIm Gegenzug für ihr Bekenntnis zum Standort forderte die Initiative ein höheres Reformtempo. „Die Initiative zeigt Wirkung“, sagte Sewing. Es seien Investitionen in Großprojekte wie Rechenzentren geflossen. Viele der Maßnahmen im Reformpaket lägen auf einer Linie mit den Vorschlägen der Initiative. „Das Reformpaket ist ein wichtiges Signal, dass die Bundesregierung die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit ins Zentrum ihrer Politik stellen will.“In den vergangenen Wochen hatte sich die Bundesregierung nach langem Ringen auf ein Reformpaket geeinigt. Dieses sieht unter anderem eine Reform der Einkommensteuer, deutliche Lockerungen im Arbeitsrecht und eine Pflicht zur Krankschreibung ab dem ersten Tag vor.Das seien Schritte in die richtige Richtung, aber es sei noch nicht genug, sagte Busch. So müssten die Arbeitszeitregelungen flexibilisiert werden. „Deutschland ist das einzige Land, das die Arbeitszeit auf den Tag regelt, nicht auf die Woche.“ Die Teilzeitquoten müssten zudem sinken. „In der Summe müssen wir in Deutschland mehr arbeiten.“Interview „Wir sehen eine echte Trendwende“: Chefs von Deutscher Bank und Siemens erklären Milliarden-Investitionen Hinzu komme, dass die Sozialabgaben „schlichtweg zu hoch“ seien. In den Wirtschaftsbeziehungen mit China müsse die Politik chinesische Unternehmen einladen, zum Beispiel in die Batteriefertigung in Deutschland und Europa zu investieren, damit eine Gegenseitigkeit hergestellt werde.Drohende Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland Verwandte Themen DeutschlandSiemensEuropaBundesregierungIndustriepolitikWirtschaftspolitikSiemens gehört zu den Konzernen, die in den vergangenen Jahren am stärksten in Deutschland investiert haben. Am Wochenende verkündete das Unternehmen die Fertigstellung des Siemens Campus in Erlangen, nun größter Siemens-Standort weltweit. Veröffentlicht nach den redaktionellen Standards des Handelsblatts. Mehr Informationen finden Sie in unseren Richtlinien. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige FREITAG® Immobilien FREITAG® Immobilien – Ihr Makler und Gutachter für München & Starnberg Anzeige Presseportal Direkt hier lesen! Anzeige STELLENMARKT Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden Anzeige Expertentesten.de Produktvergleich - schnell zum besten Produkt