Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum beging das Ende der Fußball-WM an Donald Trumps Seite. Allein während der WM wurden in ihrem Land drei Journalist*innen ermordet.
Fifa-Präsident Infantino, US-Präsident Trump, Mexikos Präsidentin Sheinbaum und Kanadas Premierminister Carney beim WM-Finale
Tom Weller/dpa
W as sie wohl dachte, als sie da stand im Stadion von New Jersey neben Fifa-Chef Gianni Infantino, Melania Trump und deren Ehemann, also dem Herrn, der für den Tod von mindestens 17 mexikanischen Migrant*innen mitverantwortlich ist? Sie lächelte, aber richtig glücklich sah Claudia Sheinbaum nicht aus, als sie am Sonntag dem Endspiel der Fußballweltmeisterschaft der Männer beiwohnte. Alles wirkte wie ein Pflichttermin, auch wenn die mexikanische Präsidentin dem spanischen Kapitän Rodri als bestem Spieler den Goldenen Ball überreichen durfte.
Kurz vor dem WM-Showdown hatte Sheinbaums Regierung angekündigt, wegen der 17 getöteten Migrant*innen in den USA Anzeige gegen Beamt*innen der berüchtigten Einwanderungs- und Zollbehörde ICE zu erstatten. Das dürfte bei Präsident Donald Trump ebenso für Ärger gesorgt haben wie Sheinbaums Weigerung, seiner Forderung nachzukommen und den ehemaligen Gouverneur Rubén Rocha Moya an die US-Justiz auszuliefern, weil er für das kriminelle Sinaloa-Kartell gearbeitet haben soll.













