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Konjunkturprognose: ZEW-Index steigt stärker als erwartet – Iran-Krieg bleibt Unsicherheitsfaktor Finanzexperten zeigen sich wieder optimistischer. Trotzdem bleiben Konjunktursorgen wegen des Iran-Kriegs und steigender Ölpreise groß.

Finanzexperten bewerten die Konjunkturaussichten wieder etwas besser. Foto: Daniel Reinhardt/dpaTrotz des Iran-Kriegs blicken Finanzexperten optimistischer auf die deutsche Wirtschaft als zuletzt. Das Barometer der Konjunkturerwartungen für die kommenden sechs Monate stieg im Juli spürbar um 15,8 Zähler auf 26,3 Punkte, wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag zu seiner monatlichen Umfrage unter 185 Investoren und Analysten mitteilte. Es war der dritte Anstieg in Folge – auf den höchsten Stand seit Februar. Ökonomen hatten nur mit 17,5 Punkten gerechnet.„Das Reformpaket scheint Wirkung zu zeigen – insbesondere die exportorientierten Sektoren sowie die Binnennachfrage verzeichnen stabile Zuwächse“, kommentierte ZEW-Präsident Achim Wambach. „Die Entwicklung des Iran-Konflikts und des Ölpreises bleibt dennoch ein zentraler Unsicherheitsfaktor für die Erholung Deutschlands“, fügte er hinzu.„Angesichts der neuerlichen Eskalation im Iran-Krieg fällt es schwer, das Ergebnis zu bewerten“, sagte Chefvolkswirt Alexander Krüger von der Bank Bethmann HAL. Die aktuelle Entwicklung in Nahost dürfte in der ZEW-Befragung nur unzureichend enthalten sein. „Ein Tritt auf die Euphoriebremse ist daher angebracht.“ Bessere Konjunkturerwartungen hätten nur dann einen Wert, wenn die Lagebeurteilung nachziehe. Hier sei „noch jede Menge Luft nach oben“, betonte Krüger.Standort Deutschland Wann wird’s mal wieder richtig Aufbruch? Die Bundesregierung wagt Reformen, um den Standort zu ertüchtigen. Doch etwas fehlt noch: ein entschlossener Plan für neuen Hightech-Wohlstand jenseits der darbenden Industrie. von Sophie Crocoll, Julian Heißler, Max Haerder und weiterenDenn die aktuelle Lage schätzten die Fachleute im Juli wie bisher sehr nüchtern ein: Dieses Barometer lag mit minus 77,6 Punkten zwar um 3,4 Zähler über dem Vormonatswert, verharrte aber tief im negativen Bereich.Hoffnung auf eine Konjunkturwende wächstDas Reformpaket der Bundesregierung habe positiv gewirkt, sagte DekaBank-Experte Andreas Scheuerle. Auch wenn die Maßnahmen allein nicht ausreichen würden, die frühere deutsche Wirtschaftskraft wiederherzustellen, sendeten sie doch ein wichtiges Signal: „Die Bundesregierung bleibt handlungsfähig“, erklärte der Analyst. „Dies eröffnet die Perspektive für weitere Reformschritte und stärkt so die Hoffnung auf eine konjunkturelle Trendwende.“Die deutsche Wirtschaft ist im ersten Quartal um 0,3 Prozent gewachsen, wozu steigende private und staatliche Konsumausgaben beitrugen. „Die höheren Ölpreise werden zwar Kaufkraft kosten und somit den privaten Konsum dämpfen“, sagte Chefökonom Thomas Gitzel von der VP Bank. „Auf der positiven Seite geben die Auftragseingänge Hoffnung, dass die deutsche Wirtschaft im laufenden Jahr trotz aller Krisen einen Zahn zulegen kann.“Die Nachfrage nach deutschen Produkten nehme deutlich zu und die Wirtschaft zeige eine „gewisse Resilienz“. So hätten im Mai die Einzelhandelsumsätze, die Aufträge und die Industrieproduktion zulegen können. „Damit könnte das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal möglicherweise sogar ein kleines Wachstum ausweisen.“ rtr Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige Stellenmarkt Die besten Jobs auf Handelsblatt.com Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Remind.me Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s Anzeige Presseportal Lesen Sie die News führender Unternehmen! Anzeige Bellevue Ferienhaus Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen Anzeige Übersicht Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche Anzeige Finanzvergleich Die besten Produkte im Überblick