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Pharmakonzern: Krebsgeschäft stützt Novartis trotz Entresto-Einbruch Im zweiten Quartal hat Novartis mehr Umsatz erzielt. Doch der Patentablauf des Herzmedikaments Entresto belastet das Geschäft.

Der Patentverlust des Herzmittels Entresto macht sich immer stärker bemerkbar. Foto: dpaDer Schweizer Pharmakonzern Novartis hat im zweiten Quartal dank eines starken Geschäfts mit Krebsmedikamenten den Umsatz gesteigert und das Ergebnis trotz der Generika-Konkurrenz für sein Herzmittel Entresto stabil gehalten. Das bereinigte operative Kernergebnis stagnierte von April bis Juni bei 5,94 Milliarden Dollar, wie Novartis am Dienstag mitteilte. Von Visible Alpha befragte Analysten hatten im Schnitt lediglich mit 5,31 Milliarden gerechnet.Der Umsatz stieg um drei Prozent auf 14,4 Milliarden Dollar. Unter dem Strich brach der Reingewinn jedoch um 19 Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar ein. Als Grund nannte der Basler Konzern höhere Steuern und Zinsaufwendungen.An der Börse legte die Novartis-Aktie zwischenzeitlich um mehr als zwei Prozent zu und gehörte damit zu den Favoriten im Schweizer Leitindex SMI. Damit nähert sich das Papier seinem Allzeithoch von 144,30 Euro wieder an.Insgesamt zeigen sich die Analysten in ihren ersten Kommentaren durchweg erfreut über die vorgelegten Zahlen. Für die Experten der US-Bank JPMorgan sind die Resultate „stark“ ausgefallen. Bernstein sprach von einem „soliden Übertreffen“ und Vontobel von einem „sehr soliden“ Quartal. Anfang des Monats scheiterte das Papier daran, das Allzeithoch zu knacken. Auch zuletzt zeigte sich kein einheitlicher Trend.Positiv aufgenommen wird, dass das Unternehmen die Prognose für das Gesamtjahr beibehielt und weiterhin ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich erwartet. Der bereinigte operative Gewinn soll in ähnlicher Größenordnung sinken. „Novartis erzielte im zweiten Quartal solide Ergebnisse“, erklärte Vorstandschef Vas Narasimhan. Dank der anhaltenden Dynamik bei wichtigen Medikamenten bleibe das Unternehmen auf Kurs, die Jahresprognose sowie den mittelfristigen Ausblick zu erfüllen.Pharma „Möglich, dass wir Medikamente in einigen Märkten nicht mehr einführen“ Steigende Preise, weniger neue Medikamente: Patrick Horber, Chef des internationalen Geschäfts von Novartis, hat keine guten Nachrichten für deutsche Patienten. von Konrad Fischer und Horst von ButtlarNovartis steht vor einer Welle auslaufender Patente. Besonders betroffen ist der Kassenschlager Entresto, der im vergangenen Jahr 14 Prozent des Nettoumsatzes ausmachte. Wegen der Konkurrenz durch günstigere Nachahmerprodukte auf dem US-Hauptmarkt sanken die Erlöse mit dem Herzmedikament im abgelaufenen Quartal um 50 Prozent auf 1,18 Milliarden Dollar. Schon zum Jahresauftakt war der Umsatz um 42 Prozent eingebrochen.Insgesamt rechnet Novartis im laufenden Jahr mit Einbußen von vier Milliarden Dollar durch die Generika-Konkurrenz für Entresto, das Blutmittel Promacta und das Leukämie-Medikament Tasigna. Um diese Lücke zu schließen, setzt der Konzern auf neue Kassenschlager. Neben dem Brustkrebsmittel Kisqali, dessen Umsatz um 44 Prozent auf rund 1,7 Milliarden Dollar kletterte, trieben vor allem das Multiple-Sklerose-Medikament Kesimpta, das Prostatakrebsmittel Pluvicto sowie das Leukämie-Präparat Scemblix mit zweistelligen Wachstumsraten die Erlöse an.Investoren fokussieren sich zudem auf drei Hoffnungsträger aus der Pipeline – Pelacarsen, Remibrutinib und Del-Desiran –, denen Analysten künftig einen Spitzenumsatz von jährlich zehn Milliarden Dollar zutrauen. Um künftiges Wachstum abzusichern, setzt Novartis zudem auf gezielte Zukäufe unter zwei Milliarden Dollar, wie zuletzt bei Myricx Bio oder Antares Therapeutics. Diese Einkaufstour hinterlässt jedoch Spuren: Zusammen mit Dividenden und Aktienrückkäufen kletterte die Nettoverschuldung im ersten Halbjahr von 21,9 Milliarden auf 39,4 Milliarden Dollar. rtr, dpa-AFX Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige Stellenmarkt Die besten Jobs auf Handelsblatt.com Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Remind.me Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s Anzeige Presseportal Lesen Sie die News führender Unternehmen! Anzeige Bellevue Ferienhaus Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen Anzeige Übersicht Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche Anzeige Finanzvergleich Die besten Produkte im Überblick