Wenn Ende Juli die Stipendiaten der Villa Massimo nach Weimar kommen, reisen nicht einfach Künstler aus Rom an, sondern ein Stück deutsche Kulturpolitik. Ein Modell, das seit Jahrzehnten auf eine fast altmodisch wirkende Idee setzt: dass Kunst Zeit, Freiheit und Vertrauen braucht. Wer heute durch die Gärten der Villa Massimo spaziert, bewegt sich durch einen Ort, der deutsche Kulturgeschichte mitgeschrieben hat. Namen wie Juli Zeh, Neo Rauch oder Herta Müller stehen auf der langen Liste ehemaliger Stipendiaten. Für viele Künstler ist ein Aufenthalt in der römischen Akademie vergleichbar mit einem Ritterschlag.