Das Wochenende beginnt bereits am Mittwoch in der Bar und will begossen werden. Es geht auf den Funkturm, zum Rockabilly-Tanztee und zur Marylin-Monroe-Filmreihe.

Tief in Westberlin: Der 100 Jahre alte Funkturm

Mumibo/imago

Ü ber „Home taping is killing music“ ließ sich bekanntlich streiten; „Home fucking is killing prostitution“ war auch nie ganz mein Slogan. Aber dass Home drinking den Gastwirt killt, das stimmt. Insofern stopfte ich die Woche brav voll, setzte mich am Mittwoch zunächst vor eine Bar unweit des Schlesischen Tors, schaute den vielen Touristen und Wespen zu und besprühte letztere im Falle der ungewollten Annäherung leicht aus einer kleinen Wasserflasche. Dann denken die nämlich, dass es regnet, und verziehen sich nach Hause ins Wespennest.

Ab Donnerstag sprühte der liebe Gott zurück, aber mich kriegt man nicht so schnell klein. Ich bin ja nicht aus dem Zucker, den For­sche­r:in­nen kürzlich im Weltall entdeckt haben. Diese sogenannte Erythrulose, die auf der Erde vor allem in Himbeeren zu finden ist, scheint auch in der Gaswolke G+0.693-0.027 in der Nähe des Milchstraßenzentrums vorzukommen, und ich hoffe nur, dass sich das nie extrahieren lässt, weil ich befürchte, dass Mil­lio­nä­r:in­nen sich genau diesen Zucker in kleinen Tütchen abpacken werden, teuer und exklusiver als Kugelschreiber aus Mammut-Elfenbein, um ihn in ihren Espresso zu schütten.