Die EU will für weniger klimaschädliche Methan-Emissionen im Energiesektor sorgen. Trotzdem empfiehlt sie, Strafen bei Regelverstößen auszusetzen.
Tanks und Rohrleitungen im Ölhafen Rostock: Bei Förderung und Transport von Öl und Gas entweicht oft Methan
Bernd Wüstneck/dpa
dpa | Nach erheblichem Druck der US-Gaslobby will die EU-Kommission die Durchsetzung von Klimaschutzvorschriften in der Öl- und Gasindustrie vorübergehend abschwächen. Konkret empfiehlt die Behörde den Mitgliedstaaten, in den kommenden drei Jahren keine Strafen gegen Unternehmen zu verhängen, die gegen bestimmte EU-Klimaschutzvorschriften für Methan-Emissionen verstoßen. Nationale Gerichte sind nach Angaben der EU-Kommission bei Streitfällen verpflichtet, solche Empfehlungen zu berücksichtigen.
Methan ist ein hochwirksames Treibhausgas und für Klimaerwärmung und Luftverschmutzung verantwortlich. Es entsteht etwa in der Landwirtschaft, auf Mülldeponien und in der Öl- und Gasindustrie. Seit 2024 sind in der EU Regeln in Kraft, die für weniger Methan-Emissionen aus dem Energiesektor sorgen sollen.













