Die Wohnungsmieten in Deutschland sind im Frühjahr im Schnitt um 4 Prozent gestiegen. Das liegt deutlich über der Inflationsrate und bereitet nicht nur Mietern mit durchschnittlichem Einkommen Sorgen.
20.07.2026, 15.51 Uhr
Wohnungsschlüssel: Die Mieten in Deutschland steigen stärker als die Inflation
Die Wohnungsmieten sind einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zufolge im Frühjahrsquartal deutlich gestiegen. Die Angebotsmieten zogen bundesweit um 4,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum an, wie aus den Berechnungen hervorgeht. Zum Vergleich: Die allgemeine Inflationsrate lag trotz infolge des Irankriegs stark gestiegener Energiepreise mit rund 2,6 Prozent deutlich niedriger. Allein zum Vorquartal zogen die Mieten von April bis Juni um 1,3 Prozent an.
„Die Zahlen zeigen erneut: Die Mietpreiskrise verschärft sich“, sagte der Bundesdirektor des Deutschen Mieterbundes (DMB), Florian Becker. „Dass die Angebotsmieten deutlich stärker steigen als die Inflation und Lohnentwicklung, ist für Wohnungssuchende nicht nur der unteren Einkommensgruppen dramatisch.“ Der Druck auf dem Wohnungsmarkt betreffe längst nicht mehr nur die Metropolen, sondern auch viele Großstädte und ihr Umland. Die Bundesregierung müsse Maßnahmen ergreifen, um Mietsteigerungen gesetzlich zu begrenzen sowie den Bau bezahlbarer Wohnungen voranzubringen.











