PfadnavigationHomeSportFußballWMChristoph Kramer„Jeder, der unter 18 Jahre ist, bitte kein Vorbild an Argentinien nehmen“Von Benjamin ScherpStand: 13:03 UhrLesedauer: 2 MinutenSpanien krönt sich gegen Argentinien zum Weltmeister. Nach dem Finale analysieren Tabea Kemme, Thomas Müller und Jürgen Klopp die Partie. Neben dem verdienten Sieg der Spanier wird auch die teils übertriebene Härte der Argentinier diskutiert.Nach dem WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien hat ZDF-Experte Christoph Kramer genug: Der Weltmeister von 2014 kritisiert Argentiniens Härte und schickt eine Botschaft an alle Kinder, die das Finale gesehen haben.Christoph Kramer hat im ZDF nach dem verlorenen WM-Finale Argentiniens ungewöhnlich deutliche Kritik an der Spielweise des Vizeweltmeisters geübt. Der Weltmeister von 2014 warf den Südamerikanern vor, bei der Weltmeisterschaft die Grenzen des Erlaubten zu häufig überschritten zu haben – und richtete einen eindringlichen Appell an junge Fußballfans.„Jeder, der unter 18 Jahre ist, bitte kein Vorbild an Argentinien nehmen“, sagte Kramer als ZDF-Experte unmittelbar nach der 0:1-Niederlage gegen Spanien im MetLife Stadium bei New York. „Das WM-Finale schauen unglaublich viele Kinder.“Dabei machte der frühere Nationalspieler deutlich, dass er grundsätzlich nichts gegen eine kompromisslose Spielweise habe. „Eigentlich hege ich Sympathien für Argentinien. Ich mag Mannschaften, die wissen, wie man gewinnt – selbst mit teils unfairen Mitteln“, sagte Kramer. Doch in diesem Turnier sei für ihn eine Grenze überschritten worden. „Aber heute und auch während des Turniers muss man sagen, haben sie den Bogen etwas überspannt.“Lob für Spaniens FußballKramer bezog sich damit auf die aus seiner Sicht überharte Gangart der Südamerikaner, die im Verlauf der Weltmeisterschaft immer wieder durch Fouls, Diskussionen und Unsportlichkeiten aufgefallen waren. „Es gehört im Profi-Fußball dazu, dass man weiß, wie man gewinnt, auch mit Härte. Aber das war bei dieser WM schon ein bisschen drüber“, sagte der 35-Jährige.Sein ZDF-Kollege Per Mertesacker sah Spanien als verdienten Weltmeister. Argentinien habe im Finale „heute echt wenig entgegenzusetzen“ gehabt. „Sie kamen überhaupt nicht in die Zweikämpfe, nicht in die Emotionen rein“, sagte der Weltmeister von 2014. Spanien habe die Partie „glasklar heruntergespielt“ und deshalb verdient gewonnen.Lesen Sie auchAuch Kramer sah im Triumph der Spanier ein Signal für den Fußball insgesamt. „Ich freue mich einfach über die Art und Weise, wie sie spielen“, sagte er. „Dass Spanien so Weltmeister wird und der Welt zeigt, dass Ballbesitz und viel Fußball spielen das Beste sein kann.“ Mit Blick auf den deutschen Nachwuchs ergänzte Kramer: „Wir brauchen viele Kinder, die nicht nur athletisch sind und 30 Meter in zwei Sekunden laufen, sondern Fußball spielen können.“Während Kramer die Spielweise Argentiniens deutlich kritisierte, fand er für Lionel Messi ausschließlich anerkennende Worte. „Als seine Tränen geflossen sind, habe ich auch eine Träne verdrückt“, sagte Kramer. „Das sind besondere Momente. Er hat so viel für diesen Sport getan.“ Und weiter: „Ich bin sehr dankbar, dass wir in unserer aktiven Zeit gegen ihn spielen durften. Den wird der liebe Gott kein zweites Mal schicken.“
Christoph Kramer: „Jeder, der unter 18 Jahre ist, bitte kein Vorbild an Argentinien nehmen“ - WELT
Nach dem WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien hat ZDF-Experte Christoph Kramer genug: Der Weltmeister von 2014 kritisiert Argentiniens Härte und schickt eine Botschaft an alle Kinder, die das Finale gesehen haben.












