PfadnavigationHomeSportFußballWMVöller kritisiert WM-Zweiten„Ich möchte keine Mannschaft haben, die spielt wie Argentinien. Das hat mit Fußball nichts zu tun“Von Linus UhrigStand: 19:15 UhrLesedauer: 2 MinutenWegen der Vorfälle nach dem Ende des WM-Endspiels zwischen Spanien und Argentinien hat der Fußball-Weltverband Fifa eine Untersuchung eingeleitet.Sportdirektor Rudi Völler übt beim Internationalen Trainerkongress scharfe Kritik am Spielstil der Argentinier während der vergangenen WM. Lob hat der Weltmeister hingegen für Spanien und England übrig.Was muss sich bei der deutschen Nationalmannschaft verbessern? Diese Frage wurde DFB-Sportdirektor Rudi Völler (66) am Montag beim Internationalen Trainerkongress der BDFL (Bund Deutscher Fußball-Lehrer) in Mainz gestellt. Seine Antwort: Deutschland muss vor allem besser verteidigen.Dabei wurde Völler deutlich – und teilte gleichzeitig gegen den Weltmeisterschaftszweiten Argentinien aus. Der Weltmeister von 1990 kritisierte, dass die Argentinier bei der WM von vielen als Vorbild für gutes Verteidigen genannt wurden. Für Völler nicht nachvollziehbar. „Ich habe gesagt, dass wir als Deutschland besser verteidigen müssen. Da haben viele ja auch die Argentinier als Beispiel genommen. Das fand ich ein schlechtes Beispiel. Auf einmal waren die Argentinier das Maß aller Dinge. Die Diskussion fand ich ein bisschen scheinheilig“, sagte Völler.Völler adelt Spanien und EnglandDann wurde er noch deutlicher: „Ich möchte keine Mannschaft haben, die spielt wie Argentinien. Das hat mit Fußball nichts zu tun.“ Daraufhin gab es im Saal, gefüllt mit vielen bekannten Trainern und anderen Fußball-Persönlichkeiten aus ganz Deutschland, Applaus. Völler stellte dabei klar: Er erkennt zwar das Ergebnis an, kann aber die große Anerkennung für die aggressive und teils unsportliche Spielweise der Argentinier nicht nachvollziehen: „Ja, sie sind Weltmeister und diesmal Vize-Weltmeister geworden. Aber dieses Lob habe ich bei vielen tatsächlich nicht verstanden.“Lesen Sie auchFür Völler gibt es andere Beispiele, an denen sich Deutschland orientieren sollte. Vor allem Spanien und England hätten bei der WM gezeigt, wie man erfolgreich verteidige, ohne den eigenen Fußball aufzugeben: „Spanien hat das Lob verdient, und auch die Engländer haben sehr gut verteidigt.“
Völler kritisiert WM-Zweiten: „Ich möchte keine Mannschaft haben, die spielt wie Argentinien. Das hat mit Fußball nichts zu tun“ - WELT
Sportdirektor Rudi Völler übt beim Internationalen Trainerkongress scharfe Kritik am Spielstil der Argentinier während der vergangenen WM. Lob hat der Weltmeister hingegen für Spanien und England übrig.










