Apple hatte offenbar über einen längeren Zeitraum vor, die Mac-Pro-Baureihe weiterzuentwickeln. Stattdessen entschied sich der Konzern im März, die Workstation ersatzlos aus dem Programm zu nehmen. Neben dem Formfaktor an sich gab es einem Bericht zufolge auch Arbeiten an zwei Spezialchips, die für Apples teuersten Desktop geplant waren. Auch diese wurden schließlich nicht umgesetzt, schreibt die Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Ob es beim Ende des Mac Pro bleibt oder Apple langfristig ein Nachfolgemodell bringen wird, bleibt offen.

Mac Studio ist nun schnellster Desktop

Nach dem Ende des Mac Pro ist nun der kompaktere Mac Studio ohne direkte Erweiterungsmöglichkeiten Apples schnellste Maschine. Zuletzt waren im Frühjahr 2025 Varianten mit M4 Max und M3 Ultra erschienen, Apple strich aufgrund der Speicherkrise zwischenzeitlich mehrere große Konfigurationen. Apple hatte den Mac Pro zuvor seit 2023 nicht gepflegt und zum unveränderten Preis weiterhin mit dem veralteten M2 Ultra verkauft. Intern soll Apple an zwei noch schnelleren Chips, die zwei Ultra-Prozessoren kombinieren sollten, gearbeitet haben.

Laut Bloomberg war dies sowohl ein „M2 Extreme“ als auch später ein „M3 Extreme“. Von beiden Chips gab es Ultra-Varianten. (Ob der geplante Name tatsächlich „Extreme“ hieß, drang nie offiziell durch.) Laut Bloomberg entschied sich Apple schließlich, die Projekte einzustellen – aus Kostengründen. Zudem sei unklar gewesen, wie hoch die Nachfrage gewesen wäre. Apple hatte geplant, die Ultra-Konfiguration bei Grafik- und Prozessorkernen jeweils erneut zu verdoppeln. Mindestens zwei neuere Varianten eines Mac Pro bekamen Codenamen: J170 und J190. Angeblich hatte Apple sogar vor, eine neue Intel-Variante aufzulegen – denn nur diese ließ sich mit zusätzlichen GPU-Karten aufrüsten.