Wer die wirtschaftlichen Folgen einer alternden und in manchen Ländern bereits schrumpfenden Bevölkerung analysieren möchte, sollte seinen Blick von der in den Ruhestand tretenden Generation der Babyboomer auf den technischen Fortschritt richten, den der Mangel an qualifizierten jüngeren Arbeitskräften antreibt. Dann verwandelt sich die vertraute Geschichte vom Niedergang alternder Gesellschaften plötzlich in eine Geschichte der durch technischen Fortschritt getriebenen wirtschaftlichen Dynamik. Voraussetzung für diesen Erfolg ist allerdings, dass die Babyboomer auf ihre alten Tage im Erwerbsleben den technischen Fortschritt nicht als eine die Zivilisation gefährdende Abkehr von vertrauten Arbeits- und Lebensweisen zu blockieren versuchen, sondern ihn als Chance begreifen.Alterung heißt nicht StagnationFür ein Forscherteam um Daron Acemoglu, einen Träger des Nobel-Gedächtnispreises für Wirtschaftswissenschaften, geht der langfristige Rückgang der Geburtenraten und die Verlangsamung des Bevölkerungswachstums auf der Erde länderübergreifend mit einem höheren Wachstum der Wirtschaftsleistung pro Erwachsenem im erwerbsfähigen Alter und in den Pendlerregionen der Vereinigten Staaten mit einem höheren Lohnwachstum einher, ohne dass sich dies negativ auf die gesamte Wirtschaftsleistung auswirkt. Die Macht des technischen Fortschritts als der stärksten veränderlichen Kraft in der Geschichte der Menschheit kommt ein weiteres Mal zum Tragen. Das ist eine ermutigende Nachricht.
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Die Deutschen werden immer älter – doch eine neue Studie zeigt: Das hilft dem technischen Fortschritt.









