Viele Angaben über den Kriegsverlauf wie Opferzahlen oder Details zu Kämpfen lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.Wichtige UpdatesNach neun Nächten in Folge: US-Militär erklärt erneute Angriffswelle für beendetTrump: Jüngste Angriffe auf Iran „zu Ehren“ getöteter US-SoldatenUS-Militär informiert über Tod eines weiteren Soldaten Demokraten kritisieren Trump nach Tod von US-Soldaten scharf Kuwait meldet Angriffe – Kraftwerk und Entsalzungsanlage getroffenUlrike PutzNach neun Nächten in Folge: US-Militär erklärt erneute Angriffswelle für beendetDas US-Militär hat seine erneute nächtliche Angriffswelle auf Ziele in Iran nach eigenen Angaben beendet. Man habe militärische Kommandozentralen, Anlagen zur Flugabwehr und Küstenüberwachung, Vorrichtungen für Raketenabschüsse und Drohnenstarts sowie Kommunikationsnetzwerke ins Visier genommen, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom auf X mit.Ziel sei es gewesen, Irans Fähigkeit weiter zu schwächen, Handelsschiffe und zivile Seeleute anzugreifen, die die Straße von Hormus passieren, hieß es weiter. Die US-Angriffe erfolgten demnach in der nunmehr neunten Nacht in Folge.Laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim wurden Explosionen aus der Stadt Tabris im Norden des Landes, der Hafenstadt Tschahbahar am Golf vom Oman, aus Konarak in der südöstlichen Provinz Sistan-Belutschistan, der Hafenstadt Mahschahr in der Provinz Chusestan sowie der Hafenstadt Bandar Imam Chomeini am Persischen Golf gemeldet.Ulrike PutzLaut Iran zwei Öltanker in der Straße von Hormus gesprengtNach Angaben der iranischen Revolutionsgarde sind zwei Öltanker auf der Südroute durch die Straße von Hormus gesprengt worden und nun manövrierunfähig. Das US-Militär habe die Besatzungen aufgefordert, diese unsichere Passage zu nutzen, teilen die Garde mit. Solange die US-Aggression in der Region andauere, sei die Meerenge weder für den Transport von petrochemischen Produkten noch für „einen einzigen Tropfen Öl und Gas“ sicher. Das US-Militär müsse sich auf eine „Strafaktion“ einstellen. Der Vorfall ist nicht unabhängig überprüfbar. Zu Namen, Flaggen, Besatzungen oder möglichen Opfern machen die Garde keine Angaben.Ulrike PutzTrump: Jüngste Angriffe auf Iran „zu Ehren“ getöteter US-SoldatenUS-Präsident Donald Trump hat die jüngsten Angriffe des amerikanischen Militärs auf Ziele in Iran mit dem Tod mehrerer US-Soldaten in der Region begründet. „Diese großartigen Menschen, diese großartigen Patrioten, waren da draußen im Einsatz, damit Iran keine Atomwaffen bekommen kann“, sagte Trump nach seiner Rückkehr vom WM-Endspiel vor Reportern. Die Angriffe auf Iran seien „zu Ehren“ der Soldaten erfolgt. „Wir haben sie (die Iraner) heute Nacht wieder sehr hart getroffen“, sagte Trump weiter. Iran habe im Krieg sehr schwere Verluste erlitten, erklärte der US-Präsident. „Militärisch haben sie fast alles verloren“, behauptete er. „Sie haben nur noch sehr wenig übrig. Sie haben noch ein paar Raketen. Sie haben noch ein paar Drohnen.“ Zudem kontrollierten die USA die Straße von Hormus, behauptete Trump weiter. „Wir kontrollieren die Meerenge; sie kontrollieren gar nichts. Mal sehen, was passiert“, so der Präsident. Ulrike PutzNahost-Konflikt bremst erneut Schiffsverkehr in der Straße von HormusDer Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist angesichts des zunehmenden militärischen Schlagabtauschs zwischen den USA und Iran am Wochenende zurückgegangen. Daten des Finanzdatenanbieters LSEG zufolge passierten am Sonntag vier Schiffe die Meerenge; am Samstag waren es acht gewesen. Die US-Regierung setzt nach eigenen Angaben eine Seeblockade vor iranischen Häfen durch. Iran geht seinerseits gegen Schiffe vor, die aus seiner Sicht die Regeln in der Straße von Hormus verletzen. Durch die Meerenge wird üblicherweise etwa ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls transportiert.Seit Donnerstag wurden keine Tanker für verflüssigtes Erdgas (LNG) mehr bei der Durchfahrt durch die Meerenge registriert. Einige Schiffe schalten jedoch zeitweise ihre Transponder ab, um ihre Route zu verschleiern. Die LNG-Produktion in Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten hält sich S&P Global zufolge trotz der Behinderungen relativ stabil. Dadurch steigt die Menge an LNG, die auf wartenden Schiffen im Golf lagert. An Bord von sieben beladenen katarischen LNG-Tankern befanden sich Mitte Juli schätzungsweise 570 000 Tonnen verflüssigtes Erdgas.Insgesamt befinden sich derzeit LNG-Tanker mit einer Gesamtkapazität von fast 1,9 Millionen Tonnen in der Region. Diese Schiffe könnten für einen raschen Anstieg der Exporte sorgen, sollte sich die faktische Blockade der Straße von Hormus in den kommenden Wochen lockern, teilten die Analysten von S&P Global mit.Ulrike PutzStraße von Hormus: Schiff nahe Oman in BrandIn der Straße von Hormus steht nach Informationen der britischen Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) ein Schiff in Flammen. Der Vorfall habe sich acht Seemeilen (knapp 15 Kilometer) nordwestlich des omanischen Ortes Kumzar ereignet, teilte UKMTO weiter mit. Die Brandursache sei zunächst noch unklar. Schiffen werde empfohlen, die Region mit Vorsicht zu durchfahren, während die Behörde den Vorfall untersuche.Ulrike PutzIran greift Ziele in Kuwait und Bahrain anDer Golfstaat Kuwait sieht sich im Zuge des eskalierenden Kriegs zwischen den USA und Iran weiter unter Beschuss. Die Luftverteidigung wehre „feindliche Drohnen“ aus Iran ab, teilte die Armee des Landes in der Nacht auf der Plattform X mit. Nähere Einzelheiten gab es nicht. Auch im ebenfalls mit Washington verbündeten Bahrain heulten wieder die Sirenen, wie das dortige Innenministerium bekanntgab. Die US-Botschaft in Bahrain warnte vor möglichen Angriffen Irans in der Hauptstadt Manama. Es lägen Informationen vor, wonach Iran nicht näher bezeichnete Ziele im Zentrum der Stadt ins Visier nehmen könnte, teilt die Vertretung mit. Die Botschaft mahnte US-Bürger zur Wachsamkeit.US-Militär informiert über Tod eines weiteren Soldaten Das US-Militär hat den Tod eines weiteren Soldaten im Iran-Krieg gemeldet. Der Soldat sei am Samstag im Nordirak bei der kontrollierten Sprengung nicht explodierter Munition aus einer abgeschossenen iranischen Einweg-Angriffsdrohne ums Leben gekommen, teilte das zuständige Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Ein weiterer Soldat sei leicht verletzt worden und werde weiterhin medizinisch behandelt. Die offiziell bekannte Zahl der im Iran-Krieg gefallenen US-Soldaten steigt damit auf 17.Am Samstag hatte das US-Militär erstmals seit den Anfangstagen des Iran-Kriegs wieder den Tod von Soldaten infolge von iranischem Beschuss gemeldet. Sie seien am Freitag bei einem Einsatz in Jordanien ums Leben gekommen, als sich US-Streitkräfte und Verbündete gegen iranische Raketen- und Drohenangriffe verteidigten, teilte Centcom mit. Das US-Militär informierte in dem Zuge auch über einen weiteren Soldaten, der noch vermisst werde.Nun erklärten die Streitkräfte, dass man nach einer gründlichen Suche am Ort des Geschehens bislang nicht identifizierte sterbliche Überreste gefunden habe. Derzeit laufe ein Prozess zur Identifizierung, hieß es. Die New York Times und das Wall Street Journal berichteten unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person, es werde davon ausgegangen, dass es sich um die Überreste eines nach dem iranischen Angriff vermissten US-Soldaten handele.Trump will Iran ins Russland-Sanktionspaket aufnehmen US-Präsident Donald Trump hat seine republikanische Partei aufgefordert, Iran in ein geplantes Sanktionspaket gegen Russland aufzunehmen. „WICHTIG!!!“, schrieb Trump in Großbuchstaben hinter seine Forderung, die er auf der Plattform Truth Social postete. „Das wollte Lindsey tun“, ergänzte der Präsident, und verwies damit auf den kürzlich gestorbenen Senatoren Lindsey Graham. Dieser hatte sich maßgeblich für das Gesetzesvorhaben für neue Sanktionen gegen Russland eingesetzt. Im US-Senat wird bereits seit über einem Jahr um das neue Sanktionspaket gegen Russland gerungen. Vor wenigen Tagen stellten Senatoren der beiden großen US-Parteien einen überarbeiteten Gesetzentwurf vor. Die Initiative sieht den Angaben zufolge Zölle in Höhe von bis zu 100 Prozent vor, die sich gegen die größten Abnehmer von russischem Öl und Gas richten sollten, darunter China und Indien. Ausnahmen soll es demnach für Länder geben, die weniger als 15 Prozent des von Russland exportierten Erdgases kaufen und „bedeutende Maßnahmen“ ergreifen, um diese Käufe zu reduzieren. Senator Graham hatte kurz vor seinem Tod bei einem Besuch in der ukrainischen Hauptstadt Kiew Unterstützung des Weißen Hauses für das Sanktionspaket gegen Russland verkündet. Der russische Angriffskrieg auf das Nachbarland Ukraine hatte vor über vier Jahren auf Befehl des russischen Präsidenten Wladimir Putin begonnen.Jordanien meldet Abschuss von iranischen RaketenDie jordanischen Streitkräfte haben staatlichen Angaben zufolge drei iranische Raketen abgefangen, die auf das Königreich abgefeuert worden seien. Eine vierte Rakete sei in einem abgelegenen Gebiet niedergegangen, meldet die amtliche Nachrichtenagentur Jordaniens. Es gebe weder Opfer noch Sachschäden, wird ein Militärvertreter zitiert. Das israelische Militär teilte zuvor mit, dass es vom Iran aus gestartete Raketen mit Kurs auf die jordanische Hafenstadt Akaba ausgemacht habe. Es warnte vor möglichen Auswirkungen auf israelisches Gebiet, das an Akaba grenzt.Am Flughafen und Hafen in Akaba wurde nach US-Angaben Menschen in Sicherheit gebracht. Das teilte die US-Botschaft mit und bezog sich dabei auf eine laufende Evakuierung durch die jordanischen Behörden. Grund sei eine „spezifische und glaubwürdige Bedrohung“. Von Reisen über den internationalen Flughafen oder den Hafen werde abgeraten.Jordaniens Kommunikationsminister Mohammed al-Mumani teilte dagegen mit, die Behörden hätten keine Anordnung zur Evakuierung gegeben – weder am Flughafen von Akaba noch am Hafen. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Petra. Der Betrieb an Hafen und Flughafen laufe normal. Auch der TV-Sender Al-Mamlaka berichtete von normalem Betrieb am Hafen.Kuwait meldet Angriffe – Kraftwerk und Entsalzungsanlage getroffenDer Golfstaat Kuwait steht bei der Eskalation zwischen Iran und den USA erneut unter Beschuss. Das Land wehre „feindliche Raketen und Drohnen“ aus Iran ab, teilte die Armee mit. Eine Anlage zur Stromerzeugung und Entsalzung sei dabei innerhalb von zwei Tagen zweimal angegriffen worden, erklärte das Energieministerium. Die Anlage sei in Brand geraten, wodurch auch die Stromerzeugung beeinträchtigt wurde. Derzeit liefen Arbeiten, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen.Der Wüstenstaat Kuwait ist wie die weiteren Golfländer auf die Entsalzung von Meerwasser angewiesen, um die heimische Bevölkerung mit Trinkwasser zu versorgen. Aus solchen Anlagen stammen rund 90 Prozent des Trinkwassers in Kuwait. In der Region gibt es mehr als 400 solcher Entsalzungsanlagen, die auch Bahrain und Saudi-Arabien stark nutzen. Vom weltweiten Wasser aus Entsalzungsanlagen stammen ganze 40 Prozent aus den Golfstaaten.An die Einwohner in Kuwait kam der Hinweis, dass die Explosionen von der eigenen Flugabwehr stammten. Die Menschen im Land wurden aufgefordert, sich an die Anweisungen der Behörden zu halten. Auch im Golfstaat Bahrain ertönten wieder die Warnsirenen. Das Innenministerium rief Einwohner auf, Ruhe zu bewahren und sich an einen sicheren Ort zu begeben.Irans Außenminister spricht offen über SicherheitslückenWie konnten die USA und Israel die politische und militärische Führungsebene in Iran ausschalten? Teherans Außenminister Abbas Araghtschi spricht in einem Interview überraschend offen über Sicherheitslücken. Im Gespräch mit dem regierungstreuen Medienaktivisten Dschawad Mogoi schilderte der Minister ausführlich seine Erlebnisse des ersten Kriegstags am 28. Februar. Iranische Medien veröffentlichten Ausschnitte des Interviews, das bislang nicht in voller Länge online ist.Als die Luftangriffe auf Teheran begannen, tagten mehrere wichtige Entscheidungsgremien aus Politik und Militär gleichzeitig, erklärte Araghtschi. Am ersten Kriegstag wurden einflussreiche Politiker und Generäle getötet, darunter auch Irans oberster Führer, Ayatollah Ali Chamenei. Morgens noch habe Araghtschi dessen Stabschef getroffen, um Chamenei über den Stand der Verhandlungen mit den USA zu informieren.„Entscheidend ist meiner Ansicht nach, dass sie über diese Sitzungen informiert waren“, sagte der Minister mit Blick auf Israel und die USA. „Das deutet möglicherweise auf eine Sicherheitslücke hin, die bestand und wahrscheinlich noch immer besteht“. Möglicherweise beziehe sich das auch auf die Beeinflussung von Entscheidungsprozessen“, fügte er hinzu und betonte: „Mehr möchte ich dazu nicht offen sagen.“Irak prüft Bau einer neuen Ölpipeline zum Mittelmeer Die Straße von Hormus ist seit Monaten faktisch blockiert. Der Irak plant deshalb die Möglichkeit, eine Ölpipeline zu türkischen und syrischen Häfen am Mittelmeer zu bauen. Diese könnte von den ölreichen Regionen Basra im Süden und Kirkuk im Norden zu den Mittelmeerhäfen Ceyhan in der Türkei und Banijas in Syrien führen. Derzeit laufe eine Studie über die Machbarkeit einer solchen Pipeline, sagte Iraks Ölminister Basim Chudair der Staatsagentur INA. Es gebe eine klare Strategie, um neue Exportrouten für irakisches Öl zu finden.Der Irak ist extrem abhängig vom Ölgeschäft – die Exporte machen in normalen Zeiten mehr als 90 Prozent der staatlichen Einnahmen aus. Mehr als zehn Millionen Menschen im Land sind auf monatliche Überweisungen der Behörden angewiesen, darunter Staatsangestellte, Pensionäre und Empfänger von Sozialhilfeleistungen. Die Regierung im Irak, dessen Produktion im Zuge des Kriegs einbrach, sucht deshalb dringend nach alternativen Exportwegen. Auch bei einer Umgehung der Straße von Hormus besteht aber weiter die Gefahr, dass Iran etwa Pipelines und andere Öleinrichtungen in der Region angreift. Der Ölexport über Land ist auch teurer und weniger effizient als der Seeweg.Aktuell nutzt die Regierung eine bereits bestehende Pipeline in die Türkei, die über die Kurdengebiete im Nordirak führt. Eine weitere Pipeline in die Türkei soll nach einer letzten Testphase innerhalb der nächsten Tage den Betrieb aufnehmen.USA und Iran schwören sich Rache – neue US-LuftangriffeNach dem Tod zweier US-Soldaten infolge iranischen Beschusses und der nächtelangen US-Bombardements in Iran schwören beide Seiten Rache – womit eine gefährliche Eskalationsspirale droht. Das US-Militär begann in der Nacht mit neuen Luftangriffen, wie das Regionalkommando Centcom auf X mitteilte. Sie zielten unter anderem darauf ab, die iranische Revolutionsgarde, die in der vorherigen Nacht Angriffe auf amerikanische Soldaten in Jordanien verübt hätten, „schnell zu bestrafen".Irans oberster Führer Ayatollah Modschtaba Chamenei drohte zuvor seinerseits mit Racheakten. Chamenei, der sich bisher noch nie öffentlich gezeigt hat, ließ in einer Erklärung mitteilen: „Da der amerikanische Feind nun auf Kriegstreiberei, die Übernahme noch schwererer Kosten und eine noch größere Schande aus ist, soll er wissen, dass das geliebte iranische Volk und die Widerstandsfront unvergessliche Lektionen für ihn bereithalten", hieß es. Es war das erste Mal seit den Anfangstagen des Iran-Krieges, den die USA und Israel am 28. Februar gemeinsam begonnen hatten, dass das US-Militär wieder Tote durch iranischen Beschuss meldete. Die beiden Soldaten seien am Freitag in Jordanien ums Leben gekommen, als sich die US-Streitkräfte und Verbündete gegen iranische Raketen- und Drohenangriffe verteidigten, teilte Centcom mit. Ein weiterer Soldat werde noch vermisst. Die offiziell bekannte Zahl der im Krieg gegen Iran gefallenen US-Soldaten steigt damit auf 16. Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Liveblog zum Krieg in Nahost: Medienberichte: USA verlegen weitere Kampfjets
Die Verlegung betrifft unter anderem Kampfflugzeuge vom Typ „F-16“ vom US-Flugplatz Spangdahlem in der Eifel.












