USA starten neue Angriffswelle gegen IranDas amerikanische Militär fliegt nach eigenen Angaben eine neue Welle von Angriffen gegen den Iran. Der Einsatz habe um 6.00 Uhr (12.00 MESZ) begonnen, teilte das zuständige Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. „Die Angriffe zielen darauf ab, die militärischen Fähigkeiten der iranischen Streitkräfte zu schwächen, die für Angriffe auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus genutzt werden.“Details zu den Zielen und Berichte über die neuen Angriffe aus Iran lagen zunächst nicht vor. Die Nachrichtenagentur Mehr wies unterdessen Berichte zurück, wonach sich Explosionen nahe der zentralen Metropole Schiras im Landesinneren ereignet hätten. Die Geräusche seien auf Bergbauarbeiten zurückzuführen, hieß es. Weitere Hinrichtung in Iran In Iran ist abermals ein Mann im Zusammenhang mit den Protesten vom Januar hingerichtet worden. Das Urteil sei am frühen Mittwochmorgen vollstreckt worden, berichtete die mit der Justiz verbundene Nachrichtenagentur Misan. Dem Mann wurde den Angaben nach zur Last gelegt, bei den Aufständen in der Provinz Isfahan ein Gebäude einer Kreisverwaltung mit einem Molotowcocktail in Brand gesetzt zu haben.Der Direktor der Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights, Mahmood Amiry-Moghaddam, sprach von einem weiteren hingerichteten Demonstranten. Über seinen Fall sei aus unabhängigen Quellen nur wenig bekannt, schrieb der Direktor auf der Plattform X. Er gehe jedoch wie in anderen Fällen von einem unfairen Verfahren ohne Zugang zu einem Rechtsbeistand aus. Laut Amiry-Moghaddam war es die 21. Hinrichtung im Zusammenhang mit der Protestwelle vom Januar.Klinik: Vier Tote bei neuem Angriff Israels im Gazastreifen Trotz geltender Waffenruhe hat es bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen palästinensischen Angaben zufolge am Morgen wieder Tote gegeben. Die Al-Aksa-Klinik in der Stadt Deir al-Balah meldete vier Todesopfer, darunter ein sechs Jahre altes Mädchen und seine Eltern. Palästinensischen Berichten zufolge wurde das Wohnhaus der Familie getroffen. Ein weiteres Kind überlebte demnach. Israels Armee bestätigte einen Angriff in Deir al-Balah im zentralen Abschnitt des Küstengebiets. Dieser habe einem Kämpfer der Hamas gegolten. Weitere Details nannte das Militär zunächst nicht. Die Angaben beider Seiten lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.Iran: Mindestens sieben Tote bei US-Angriffen auf iranischen MilitärstützpunktBei amerikanischen Luftangriffen auf einen iranischen Militärstützpunkt im Südosten des Landes seien in der Nacht mindestens sieben Menschen getötet worden, wie die halbamtliche Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf die iranische Armee berichtete. Demnach schlugen 13 Raketen in ein Gästehaus, Wachposten und Unterkünfte auf dem Stützpunkt Bampur nahe der Stadt Iranschahr ein. Mehrere Personen seien verletzt worden. Die iranische Armee kündigt eine „entschlossene Antwort“ auf die Angriffe an, die auf möglichst viele Opfer abgezielt hätten.Revolutionsgarde droht mit Schließung weiterer Seewege Die iranische Revolutionsgarde hat mit der Schließung weiterer wichtiger Schifffahrtswege gedroht, um die USA und ihre Verbündeten unter Druck zu setzen. „Die regionalen Energieexporte werden entweder von allen geteilt oder allen verwehrt“, erklärte die Eliteeinheit am Mittwoch über die amtliche Nachrichtenagentur Irna. Teheran hatte zuvor die Straße von Hormus wieder für gesperrt erklärt, woraufhin die USA abermals eine Seeblockade iranischer Häfen verhängten. Die Revolutionsgarde teilte mit, dass die Meerenge bis zum „Ende der bösartigen Umtriebe Amerikas“ geschlossen bleibe. Teheran: Mindestens 30 Tote bei amerikanischen Angriffen im Süden IransBei den jüngsten amerikanischen Angriffen auf den Süden Irans in den vergangenen Tagen sind Regierungsangaben zufolge mindestens 30 Zivilisten getötet worden. „Wir sprechen den trauernden Familien unser Mitgefühl und Beileid aus und ehren das Andenken der Verstorbenen“, schrieb Regierungssprecherin Fatemeh Mohadscherani auf der Plattform X.Mehr als 260 Menschen seien bei den jüngsten Angriffen, die vor rund einer Woche begannen, verletzt worden, schrieb der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Hossein Kermanpur, auf X. 222 der Verletzten seien inzwischen nach ihrer Behandlung aus Kliniken entlassen worden, fügte er hinzu.Iran wirft den USA Angriffe auf zivile Einrichtungen vorBei den nächtlichen US-Angriffen ist nach Darstellung iranischer Staatsmedien ein Weizensilo getroffen worden. Der Vorfall ereignete sich in der südwestlichen Provinz Chusestan nahe der Grenze zum Irak, wie der staatliche Rundfunk berichtete. Bei dem Angriff in der Stadt Howeyseh habe es keine Todesopfer gegeben, hieß es weiter. Auch die Revolutionsgarde warf den USA die Bombardierung ziviler Einrichtungen vor. Der Feind habe das Weizenlager „aus Schwäche und Grausamkeit“ bombardiert, hieß es in einer Mitteilung. Zudem sei eine Mineralwasserfabrik in der westlichen Provinz Ilam Ziel eines Angriffs geworden. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden.Sabrina FrangosJordanische Armee: Flugabwehr fängt drei iranische Raketen abJordanien hat nach eigenen Angaben drei iranische Raketen abgefangen. Sie seien am Mittwoch nach ihrem Eintritt in den jordanischen Luftraum abgefangen worden, teilte die Armee mit. Verletzte oder Schäden habe es nicht gegeben. Die iranische Armee hatte zuvor mitgeteilt, dass sie vom US-Militär genutzte Hangars auf dem Luftwaffenstützpunkt Al-Asrak in Jordanien angegriffen habe. Teheran nahm als Reaktion auf eine neue US-Angriffswelle auch US-Ziele in Kuwait und Bahrain ins Visier. Jordanien war in den vergangenen Tagen bereits mehrfach von Iran angegriffen worden. Sabrina FrangosTrump droht Iran mit Angriffen auf Kraftwerke und BrückenUS-Präsident Donald Trump hat Iran mit Angriffen auf die zivile Infrastruktur des Landes gedroht. Nächste Woche würden alle Kraftwerke und Brücken zerstört, „es sei denn, sie kommen an den Verhandlungstisch und verhandeln“, sagte er in einem Interview des US-Senders Fox News. Trump kündigte heftige Angriffe auch in den kommenden Nächten an. Die Attacken würden weitergehen, „bis ich sage, dass es genug ist“.Der 80-Jährige hatte Iran bereits im April mit der Zerstörung aller Brücken und Kraftwerke binnen weniger Stunden gedroht, seine Drohung dann aber nicht wahr gemacht. Damals wollte der Präsident Teheran dazu bewegen, die für den globalen Handel mit Öl und Flüssiggas wichtige und von Iran mit Angriffen und Drohungen blockierte Straße von Hormus für den Schiffsverkehr zu öffnen.Am Dienstagabend deutscher Zeit haben die USA nach eigenen Angaben eine neue Angriffswelle auf Iran gestartet. Ziel sei es, die Möglichkeiten Teherans weiter zu schwächen, Angriffe auf die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus auszuüben, hieß es vom Militär. Iran nahm als Reaktion amerikanische Ziele in Jordanien, Kuwait und Bahrain ins Visier. Sabrina FrangosKuwait wieder unter Beschuss – Sirenengeheul in BahrainKuwait hat in der Nacht erneute Angriffe aus dem Iran gemeldet. Die Flugabwehr sei wegen Drohnenattacken aktiviert worden, teilte die Armee des mit den Vereinigten Staaten verbündeten Landes auf der Plattform X mit. Auch im ebenfalls mit den USA verbündeten Golfstaat Bahrain heulten wieder die Alarmsirenen. In beiden Ländern wurde die Bevölkerung aufgerufen, Schutz zu suchen. Nähere Details gab es zunächst nicht.Bahrain wie auch Kuwait standen zuletzt im Zentrum iranischer Vergeltungsangriffe und hatten auch in den Nächten zuvor feindlichen Beschuss gemeldet. Das US-Militär unterhält in beiden Ländern und auch anderen arabischen Staaten der Region Militärstützpunkte. Hanna MasaUS-Militär: Wieder Seeblockade gegen iranische Häfen Das US-Militär blockiert nach eigenen Angaben wieder iranische Häfen und Küstengebiete. Die Seeblockade sei um 22.00 Uhr deutscher Zeit (16.00 Uhr US-Ostküstenzeit) aufgenommen worden, teilte das zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) auf der Plattform X mit. Schiffe würden daran gehindert, dass sie iranische Häfen oder Küstengebiete ansteuern oder von dort wegfahren können. Wie lange die US-Blockade andauern wird, ist unklar.Trump will auf Gebühr für Passage durch Straße von Hormus verzichtenUS-Präsident Donald Trump rückt von seiner gestern angekündigten Gebühr von 20 Prozent für Schiffspassagen durch die Straße von Hormus ab. Nach „sehr produktiven Gesprächen“ mit den Führungsspitzen im Nahen Osten habe er beschlossen, die Abgabe durch Handels- und Investitionsabkommen zu ersetzen, die Golfstaaten mit den USA schließen würden, teilt Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. Mit den Einnahmen daraus sollten die USA nach seinen ursprünglichen Angaben ihre Kosten für die Sicherheit in der Meerenge decken. Der Schiffsverkehr mit iranischen Gütern sowie von und zu iranischen Häfen solle „vollständig“ blockiert werden.Medien: USA setzen Abzug von Tankflugzeugen aus Israel ausAngesichts der Eskalation im Iran-Konflikt setzen die USA nach Medienberichten ihren geplanten Abzug von Tankflugzeugen vom israelischen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv aus. Dies könnte laut Flughafenbehörde zur Stornierung von bis zu 50.000 Tickets während der Hauptreisezeit im Sommer führen, berichtete die „Times of Israel“. Nach Angaben der „Jerusalem Post“ kann der Flughafen nur noch ein Drittel seiner Kapazität für den zivilen Flugverkehr nutzen.Transportministerin Miri Regev sagte dem israelischen Kan-Sender, israelische Bürger hätten Hunderttausende Flugtickets gekauft, um die Sommerferien zu genießen. Ihnen sei versprochen worden, dass kein einziges Ticket aufgrund amerikanischer Tankflugzeuge storniert werde. Sie habe deshalb die Flughafenbehörde angewiesen, keine Landungen von Tankflugzeugen über die vereinbarte Anzahl hinaus zuzulassen. 20 Flugzeuge würden am Flughafen Ben Gurion abgestellt, die übrigen auf Luftwaffenstützpunkten. Iranische Abgeordnete fordern RacheEine große Mehrheit des iranischen Parlaments hat „Blutrache“ für den im Krieg getöteten obersten Führer Ajatollah Ali Khamenei gefordert. Bei ihrer ersten Sitzung in Präsenz mehr als vier Monate nach Kriegsbeginn forderten mehr als 180 der 290 Abgeordneten Vergeltung, wie die Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf eine Stellungnahme der Politiker berichtete.Die Abgeordneten kritisierten auch die Verhandlungen mit den USA scharf. Die Lösung der Probleme zwischen Iran und den USA sei durch Verhandlungen nicht möglich, hieß es in der bei Fars veröffentlichten Mitteilung. Beim Auftakt der Sitzung am Montagabend schwenkten die Abgeordneten rote Flaggen mit Vergeltungsaufrufen, wie auf Bildern iranischer Medien zu sehen ist.Irans Parlament hat begrenzten Einfluss. Die eigentliche Macht konzentriert sich auf die Staatsführung und die Revolutionsgarden, Irans mächtige Militärorganisation. Nach der Wahl im Jahr 2024 dominiert eine Mehrheit konservativer Hardliner das Parlament, die auch Einfluss auf die Stimmung in den radikalen Flügeln im Militär ausüben. Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Liveblog Irankrieg: USA starten neue Angriffswelle gegen Iran | FAZ
US-Militär: Fähigkeiten der iranischen Streitkräfte schwächen +++ Trump kündigt abermals mögliche Angriffe auf zivile Infrastruktur an +++ Kuwait wieder unter Beschuss – Sirenengeheul in Bahrain +++ alle Entwicklungen im Liveblog













