Traditionell sind die großen Fußballturniere mit der Idee verbunden, als Inspirationsquelle zu dienen, taktische Innovationen für die kommenden Jahre zu liefern, Trends vorzugeben, und tatsächlich gab es auch bei dieser WM prägnante Auffälligkeiten. Zum Beispiel der Mut, mit dem die Torhüter ihre Komfortzone verließen, um Bälle aus dem Strafraum zu fausten. Gegenüber dem Turnier in Qatar ist die Anzahl der mit den Fäusten geklärten Bälle um bemerkenswerte 9,3 Prozent gestiegen. Das erläuterte die technische Studiengruppe des Weltverbandes FIFA am Tag vor dem Finale in einer Art Bilanzpressekonferenz, auf der aber ein anderes Phänomen im Mittelpunkt stand: die sogenannten „tiefen Blöcke“, in denen verteidigt worden ist.