PfadnavigationHomePolitikAuslandKrieg in NahostUS-Vergeltungsschläge nach Tod von zwei Soldaten – Iran meldet Angriff auf unfertiges AtomkraftwerkStand: 13:40 UhrLesedauer: 3 MinutenIm Irankrieg eskaliert die Lage: USA und Iran setzen ihre Angriffe fort. Beide Seiten melden Attacken auf militärische Ziele und drohen mit weiterer Eskalation. Berichte über explodierte Öltanker weist das US-Militär als falsch zurück.Die USA haben ihre Angriffe auf den Iran ausgeweitet. Laut Teheran wurde dabei auch noch im Bau befindliches Atomkraftwerk getroffen. Washington begründet die Attacken mit dem tödlichen Angriff auf US-Soldaten in Jordanien.Das US-Militär hat nach dem Tod von zwei seiner Soldaten Vergeltungsschläge gegen die iranischen Revolutionsgarden durchgeführt. Von 18 bis 23.30 Uhr US-Ostküstenzeit (1.30 bis 7 Uhr Ortszeit im Iran) sei man neue Luftangriffe auf den Iran geflogen, teilte das zuständige Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Es war bereits die achte Nacht in Folge mit US-Angriffen.Als Ziel gab Centcom an, die Fähigkeit des Irans, die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus zu bedrohen, weiter zu schwächen. Zudem zielten die Angriffe darauf ab, die Revolutionsgarden, die in der vergangenen Nacht Angriffe auf amerikanische Soldaten in Jordanien verübt hätten, „schnell zu bestrafen“. Durch die Luftangriffe seien Küstenüberwachungs- und Luftabwehranlagen, maritime Kapazitäten sowie Raketen- und Drohnenlagerstätten getroffen worden.Angriff auf im Bau befindliches AtomkraftwerkDie USA haben nach iranischen Angaben zudem ein im Bau befindliches Atomkraftwerk im Südwesten des Iran angegriffen. Die iranische Atomenergieorganisation erklärte, die Anlage Darchowin sei von US-Streitkräften mit mehreren Geschossen attackiert worden.Die Organisation verurteilte den Angriff in einer vom staatlichen Fernsehen verbreiteten Erklärung als „aggressiven und brutalen Akt“, der gegen internationales Recht verstoße. Angaben zu möglichen Schäden, Verletzten oder einer etwaigen Freisetzung radioaktiver Stoffe machte sie zunächst nicht. Eine Stellungnahme der USA lag zunächst nicht vor. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete auch von Raketenschlägen nahe der Insel Gheschm im Persischen Golf. Am frühen Morgen Ortszeit sollen mindestens sechs Raketen in Gebieten am Rande der Insel eingeschlagen sein. Nähere Einzelheiten gab es demnach zunächst nicht. Iran fliegt Angriffe in Kuwait, Bahrain und JordanienAls Reaktion auf die US-Angriffe hat die iranische Armee erneut Ziele in den Golfstaaten Kuwait und Bahrain sowie im gut 1000 Kilometer entfernten Jordanien angegriffen.Die Streitkräfte erklärten laut dem staatlichen Rundfunk, dass sie ein Munitionslager der US-Armee im Wüstenlager Udairi und Radarsysteme auf dem Luftwaffenstützpunkt Ali al-Salem angegriffen haben.16 US-Soldaten gefallenDas US-Militär hatte am Samstag erstmals seit den Anfangstagen des Iran-Kriegs wieder tote Soldaten in den eigenen Reihen nach iranischem Beschuss gemeldet. Die beiden Soldaten seien am Freitag bei einem Einsatz in Jordanien ums Leben gekommen, als sich US-Streitkräfte und Verbündete gegen iranische Raketen- und Drohnenangriffe verteidigten, teilte Centcom auf X mit. Ein weiterer Soldat werde noch vermisst. Die offiziell bekannte Zahl der im Krieg gegen den Iran gefallenen US-Soldaten steigt damit auf 16. Lesen Sie auchUS-Präsident Donald Trump bezeichnete den Tod der Soldaten als „sehr traurig“. Der US-Sender NewsNation zitierte ihn nach einem Gespräch über die Todesfälle mit der Aussage, dass das auch „eine sehr traurige Sache“ sei. „Wir sehen das ungern“, sagte Trump demnach. Die Soldaten seien im Dienst für ihr Land gestorben. Rahmenabkommen laut Iran hinfälligDer Iran hatte inzwischen erklärt, dass das Rahmenabkommen mit den USA nach der jüngsten Eskalation hinfällig sei. Der oberste Führer Ajatollah Modschtaba Chamenei drohte in einer Erklärung mit Racheakten. Modschataba, der sich bisher noch nie öffentlich gezeigt hat, ließ mitteilen: „Da der amerikanische Feind nun auf Kriegstreiberei, die Übernahme noch schwererer Kosten und eine noch größere Schande aus ist, soll er wissen, dass das geliebte iranische Volk und die Widerstandsfront unvergessliche Lektionen für ihn bereithalten.“Auch Irans Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi sagte laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Fars, man habe das Rahmenabkommen ausgesetzt. „Wir sind mit der Verteidigung des Landes beschäftigt“, zitierte die Agentur den Minister aus einem TV-Interview. Trump sagte dazu nach Angaben von NewsNation, dass ihm das „völlig egal“ sei.Der Iran-Krieg begann am 28. Februar 2026 mit Angriffen der USA und Israel auf die islamische Republik.dpa/AFP/luwi/jho
Krieg im Nahen Osten: US-Vergeltungsschläge nach Tod von zwei Soldaten – Iran meldet Angriff auf unfertiges Atomkraftwerk - WELT
Die USA haben ihre Angriffe auf den Iran ausgeweitet. Laut Teheran wurde dabei auch noch im Bau befindliches Atomkraftwerk getroffen. Washington begründet die Attacken mit dem tödlichen Angriff auf US-Soldaten in Jordanien.















