VW-Chef Blume will den Konzern schrumpfen, um den Gewinn zu erhöhen. Die Schließung von Werken steht im Raum. IG Metall rüstet sich zum Abwehrkampf.
E in großes Plakat hängt an der VW-Werkshalle am Mittellandkanal in Wolfsburg. „Niedersachsen. Das ist groß“, steht neben einem Bild des Landeswappens mit dem weißen Pferdchen. „Willkommen im Autoland“, grüßt das Plakat, das zu einer Imagekampagne des Landes Niedersachsen gehört. Doch das Autoland hat ein großes Problem. VW-Vorstandschef Oliver Blume will aus dem Konzern höhere Gewinne pressen und geht dafür auf maximalen Konfrontationskurs mit der Belegschaft. Betriebsrat und die Gewerkschaft IG Metall bereiten sich auf den größten Abwehrkampf in der Geschichte des Konzerns vor. Ende August werden Blume und andere Vorstandsmitglieder bei außerordentlichen Betriebsversammlungen in neun Werken den Beschäftigten Rede und Antwort stehen müssen, kündigte der VW-Betriebsrat am Freitag an.
Doch vorher kehrt erst einmal Ruhe ein. In der Wolfsburger Autofabrik stehen Werksferien an. Ab dem 20. Juli ist das große Gewerkschaftshaus der IG Metall gegenüber dem langgestreckten VW-Werk nur noch halbtags geöffnet. „Ab dem 10.8.2026 sind wir wieder zu den gewohnten Öffnungszeiten erreichbar“, steht auf dem Schild an der Tür zum Foyer, in dem ein heller VW-Käfer steht.









