Stärkt Kunst die Demokratie? In Bitterfeld soll sie Raum für Begegnung schaffen. Dort ist wieder OSTEN-Festival, diesmal kurz nach den Wahlen.
Kurator Aljoscha Begrich
Martin Naundorf
„Da entstehen utopische Mini-Räume,“ findet Aljoscha Begrich, „wenn Leute sich einen Raum teilen, die sonst nie einen teilen würden.“ Das OSTEN-Festival habe da eine eigene Kraft. Im September organisiert er als einer von vier Kurator*innen wieder das Kunst-Festival in Bitterfeld. „Kontinuierlich Dinge machen ist wichtig. Das zeigt, dass man es ernst meint.“
Die dritte Festivalausgabe findet eine Woche nach den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt statt. Der Fokus liege auf Kunst. Das sei kein Festival für soziale Arbeit oder ein Begegnungsfestival, so Begrich. Er sieht Kunst vielmehr als Anlass, um in Begegnung zu kommen: „Manchmal ist es vielleicht gut zu tanzen und nicht zu sprechen.“ Für ihn sei es wichtig, sich aus engen gedanklichen Räumen zu befreien. „In 300 Jahren wird kein Mensch mehr über die AfD reden.“







