Liebeskomödie, Sixx, Sonntag, 20.15 UhrDie besten Geschichten schreibt noch immer das Leben – diese These liegt dem oscar-prämierten Drehbuch von Marc Norman und Tom Stoppard zugrunde, das John Madden immerhin oscar-nominiert realisiert hat. William Shakespeare ist ein gefeierter Jungautor, der mehr noch als seine Stoffe sich selbst zu inszenieren weiß – Joseph Fiennes spielt das mit großer Lust aus. Hinter seiner Großspurigkeit kaschiert William, dass es mit seinem neuen Stück nicht vorangeht – und er aber in der Pflicht steht bei seinen Geldgebern, dem Theater, er außerdem einen Ruf zu verlieren hat als Genie. Gerade noch rechtzeitig küsst das Glückskind dann die Muse in Gestalt einer höheren Tochter (Gwyneth Paltrow), die einen Narren frisst an ihm und dem Theater. Mit ihr erlebt er seine persönliche und überaus inspirierende Romeo-und-Julia-Geschichte.Top Gun: MaverickAction, Sat 1, Samstag, 22.35 UhrDer Feind sitzt nicht mehr in Russland, wie noch im Original „Top Gun“ von 1986, der zuvor zu sehen ist (20.15 Uhr). Sondern an einem nicht näher bezeichneten Ort, an dem er Uran anreichern möchte. Gut möglich, dass just während die Fortsetzung von 2022 im Fernsehen läuft, reale amerikanische Kampfflugzeuge Iran attackieren in diesem On-off-Krieg, der zentral auch wegen der iranischen Atomwaffen-Pläne von den USA geführt wird. Der Feind ist in diesem Film aber ein weitgehend gesichtsloser, hinter Masken versteckter. „Top Gun: Maverick“ erzählt vor allem von den Konflikten innerhalb der US-Kampfpilotentruppe – und den Heldentaten, die sie dennoch gemeinsam vollbringen. Gefilmt worden sind die Einsätze tatsächlich an Bord von Kampfjets, die Kameras fangen die realen Kräfte ein, die auf die Piloten wirken bei solchen Manövern.Das kleine GespenstFantasy, Super RTL, Samstag, 20.15 UhrWenn es einen Film gibt, durch den Gespenster schwirren und dem dennoch der Sinn rein gar nicht nach Horror steht, dann ist es diese Adaption von Otfried Preußlers Kinderbuchklassiker durch Alain Gsponer aus dem Jahr 2013. Der Spuk des kleinen Gespenstes, gesprochen von Anna Thalbach, ist harmlos, teilweise auch absichtslos. Dass er dennoch eine ganze Stadt in Panik versetzt, ist der Narretei der Bewohner und vor allem der Amtsträger geschuldet. Uwe Ochsenknecht in der Rolle des Bürgermeisters gibt den famosen Anführer der erbärmlichen Horde. Zur gleichen Zeit läuft in Konkurrenz „Findet Nemo“, zehn Jahre vor dem kleinen Gespenst in die Kinos gekommen – hier gerät nicht bloß eine verschlafene Kleinstadt, sondern ein ganzer Ozean in Aufruhr, als es gilt, einen einzelnen Fisch wiederzufinden (Disney Channel, Samstag, 20.15 Uhr).Saturday Night FeverTanzfilm, Arte, Sonntag, 20.15 UhrEiner der zentralen Filme, die parallel zu den Zeitläuften das Lebensgefühl der westlichen Siebzigerjahre-Jugend einfangen, sogar selbst befeuern, die Ära von Disco. Tiefer und häufiger als die Angehörigen der Gen Z war die Jugendlichen der Siebziger noch in konservative Milieus verwurzelt, gegen die sie aufbegehrt und sich mühsam herausrevoltiert haben. Das erzählen Norman Wexler (Drehbuch) und John Badham (Regie) an ihrer Hauptfigur Tony Manero – eine ikonische Rolle für John Travolta. Dieser Tony stammt aus kleinen katholischen Verhältnissen in Brooklyn; für ihn und seine Zeit war der Name „2001 Odyssey“ für eine Diskothek noch eine Verheißung. Glamour und Glitzer auf der Tanzfläche können jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die erstrebte Leichtigkeit hart erkämpft werden wollte. Was einhergeht mit dem Ringen um ein männliches Selbstbild.
Was läuft im Fernsehen? Empfehlenswerte Filme im Programm am Wochenende
„Shakespeare in Love“, „Top Gun: Maverick“, „Das kleine Gespenst“, Findet Nemo“ und „Saturday Night Fever“: die besten Filme im TV am Wochenende







