Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.Wichtige UpdatesGemischte Reaktionen auf Spahns RücktrittDobrindt: Hohe Anschlagsgefahr in DeutschlandSpahn: Fraktion soll über seine Zukunft entscheiden Merz bekräftigt Verbot der LeihmutterschaftDiskussion um Leihmutterschaft: CDU-Landeschef fordert Rücktritt SpahnsGemischte Reaktionen auf Spahns RücktrittDer SPD-Fraktionsvorsitzende Matthias Miersch hat seinem bisherigen Unionskollegen Jens Spahn (CDU) nach dessen Rücktritt Respekt ausgesprochen. „Wir haben in der Koalition sehr eng und vertrauensvoll zusammengearbeitet“, teilte Miersch mit. Zur politischen Bewertung der Vorgänge äußere er sich nicht, das sei eine Frage, die die Union mit sich selbst klären müsse. Er könne „erahnen, was die letzten Stunden für Jens Spahn und seine Familie bedeutet haben. Ich wünsche Jens Spahn und seiner Familie für die Zeit nach dem Amt alles Gute und viel Kraft“, teilte Miersch weiter mit. Die stellvertretende CDU-Vorsitzende Karin Prien dankte Spahn „für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit“. Sein Rücktritt im Dienst der Glaubwürdigkeit der Christdemokratie verdiene Respekt, schrieb die Familienministerin weiter auf der Plattform X. „Für ihn und seine Familie wünsche ich von Herzen alles Glück und erdenklich Gute.“Wesentlich kritischere Kommentare kommen erwartungsgemäß aus der Opposition: Nach Ansicht der Grünen-Vorsitzenden Franziska Brantner war Spahns Rücktritt „überfällig – auch wenn dies nur der letzte Tropfen auf einem ohnehin heißen Stein war“, sagte sie der Rheinischen Post. „Am Ende ging es um seine Glaubwürdigkeit, die schon durch frühere, eigentlich weitaus gravierendere Fälle massiv gelitten hatte.“ Privat wünsche sie ihm dennoch alles Gute. Die AfD-Vorsitzende Alice Weidel bezeichnete Spahns Rückzug ebenfalls als überfällig und schrieb auf X, schon seine Verantwortung für die Maskendeals in der Corona-Pandemie und eine „undurchsichtige Finanzierung seiner Luxusvilla“ hätten Spahn als Fraktionschef untragbar gemacht. „Dass er nun ein Gesetz unterläuft, für das er selbst gestimmt hat, hat seine Glaubwürdigkeit endgültig zerstört.“Auch der Linken-Vorsitzende Luigi Pantisano nannte in der Rheinischen Post, Spahns Rücktritt „längst überfällig“. Unter Spahns Verantwortung seien „Milliarden Euro Steuergeld verbrannt“ worden. Jetzt habe sich ein weiteres Mal Spahns Doppelmoral gezeigt: „Für normale Menschen gelten die Gesetze, für Spitzenpolitiker offenbar nur so lange, bis sie genug Geld haben, sie im Ausland zu umgehen.“Für den FDP-Vorsitzenden Wolfgang Kubicki ist das Geschehen um Spahn „ein weiterer moralischer Tiefpunkt der CDU“. Er fände es zudem „schade“, sagte er der Rheinischen Post, dass Spahn nicht erklärt habe, aufgrund „eigener Erfahrungen seine Haltung zur Leihmutterschaft geändert zu haben“. Mehr zum Rücktritt und den Reaktionen von Kanzler Merz, CSU-Chef Söder und anderen lesen Sie hier:Weiter Kritik an Spahn aus Union und OppositionNach dem Bekanntwerden seiner Elternschaft mithilfe einer Leihmutter in den USA melden sich immer mehr kritische Stimmen gegen Unionsfraktionschef Jens Spahn zu Wort.Michael Brand, CDU-Politiker und Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, nannte Spahns Verhalten im Gespräch mit der Fuldaer Zeitung „eine echte Zumutung und unglaubwürdig“. Spahn habe „zwar nicht formal, aber moralisch klaren Rechtsbruch begangen“. Auch die Vorsitzende der Frauen-Union der CSU, Landessozialministerin Ulrike Scharf, ‌verwies im BR auf das in Deutschland geltende Leihmutterschaftsverbot und ergänzte: „Finanzielle Möglichkeiten (eine Leihmutter zu bezahlen, Anm. d. Red.) dürfen nicht über moralische Grundsätze gestellt werden.“ Der bayerische CSU-Landtagsfraktionschef Klaus Holetschek äußerte im Bayerischen Rundfunk die Erwartung, Spahn werde „jetzt erst mal erklären, warum er das getan hat“ und dann „sicherlich auch die richtigen Schlussfolgerungen für sich aus diesem Thema ziehen“. Die stellvertretende Vorsitzende der Linken im Bundestag, Kathrin Gebel, sagte der Rheinischen Post: Wenn Frauen eine Notfallverhütung benötigten oder eine Schwangerschaft beenden wollten, begegne Jens Spahn ihnen mit Strafrecht und Misstrauen. „Für den eigenen Kinderwunsch nimmt er die Schwangerschaft einer anderen Person in Anspruch und nutzt seine finanziellen Möglichkeiten, um ins Ausland auszuweichen.“ Reproduktive Rechte dürften „aber weder von bigotter Moral noch vom Geldbeutel abhängig sein“. Zu den genauen Umständen der Leihmutterschaft hat Spahn sich bisher nicht öffentlich geäußert.Seinem Parteifreund beigesprungen ist mittlerweile der frühere hessische Ministerpräsident Roland Koch: „Der Shitstorm über Jens Spahn verliert jedes Maß“, kommentierte er auf der Plattform LinkedIn. Die CDU sei eine Partei, keine Religionsgemeinschaft. „Selbst in gesellschaftspolitisch wichtigen Fragen darf jeder Einzelne abweichende Überzeugungen haben, ja, sie sogar im Laufe der Zeit verändern“, schrieb Koch, der Vorsitzender der Ludwig-Erhard-Stiftung ist. Spahn sei und bleibe „einer der seit langem wichtigsten und erfolgreichsten Politiker der Union.“Eine detaillierte Analyse der Kontroverse und möglicher Folgen hat mein Kollege Robert Roßmann verfasst: Ulrike PutzDobrindt: Hohe Anschlagsgefahr in DeutschlandBundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) warnt vor einer verschärften Sicherheitslage im Land. „Die vermehrte Melde- und Aufklärungslage hat mich dazu veranlasst, die bislang formulierte abstrakte Bedrohungslage zu einer hohen Bedrohungslage hochzustufen“, sagte er der Zeitung Welt am Sonntag. „Das bedeutet, dass in Deutschland jederzeit mit dem Risiko von Anschlägen zu rechnen ist.“ Anschlagspläne gegen das Land seien klar erkennbar, erklärte der Minister weiter. Diese richteten sich nicht nur gegen die deutsche Infrastruktur, sondern auch gegen Personen oder Einrichtungen.Am 13. August will sich das Bundeskabinett mit einer umfassenden Reform des Nachrichtendienstrechts befassen. Dabei soll es den Diensten erstmals ausdrücklich ermöglicht werden, in bestimmten Gefahrenlagen selbst einzugreifen und nicht mehr nur Informationen zu sammeln und auszuwerten. „Mein Ziel ist es, dass wir die Nachrichtendienste weiterentwickeln zu echten Geheimdiensten, um wettbewerbsfähig und partnerschaftsfähig mit unseren befreundeten Diensten im Ausland zu sein“, sagte Dobrindt. Das könne in akuten Terrorlagen bedeuten, dass Verfassungsschützer Wohnungen betreten und durchsuchen, wenn Polizeikräfte nicht rechtzeitig verfügbar seien.Bei der Abwehr fremder Spionage oder geplanter Anschläge könne es zudem notwendig sein, Informationen gezielt zu verändern, sagte der CSU-Politiker der Zeitung. Dies gelte etwa dann, wenn dadurch Anschlagspläne gestört werden könnten. Als Beispiel nannte er: „Wenn die Bauanleitung einer Bombe nachrichtendienstlich identifiziert wird, dann muss diese Information so verändert werden können, dass diese Bombe nicht mehr funktionsfähig ist.“Kontrollieren soll die neuen Befugnisse ein Unabhängiger Kontrollrat, der entsprechende Maßnahmen vorab genehmigen müsse. Dobrindt betonte zugleich, die Trennung zur Polizei solle nicht aufgehoben werden. „Leute verhaften bleibt Aufgabe der Polizei“, sagte der Innenminister.Ulrike PutzAuch Wadephul für Schuldenbremse-Ausnahme für Ukraine-HilfenAußenminister Johann Wadephul (CDU) unterstützt die Forderung von Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD), die Ukraine-Hilfen genauso wie Verteidigungsinvestitionen von der Schuldenbremse auszunehmen. „Ich halte das für eine sinnvolle Idee“, sagte Wadephul dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Darüber muss jetzt in der Koalition diskutiert und im Herbst entschieden werden.“ Alabali Radovan hatte im Reuters-Interview auf einen solchen Schritt gedrängt, der den finanziellen Spielraum für humanitäre Hilfe und Entwicklungshilfe erhöhen würde. Auch der SPD-Außenpolitiker Adis Ahmetovic hatte sich gegenüber Reuters dafür ausgesprochen.„Mit unserer Entwicklungszusammenarbeit konnten alleine im letzten Winter mehr als drei Millionen Menschen trotz der schweren Angriffe Russlands weiter mit Energie, mit Strom und Wärme versorgt werden“, hatte die SPD-Politikerin gesagt. Ihr Ministerium (BMZ) leiste damit einen zentralen Beitrag zur Resilienz der Ukraine. „Das ist für mich zivile Sicherheitspolitik. Deshalb sprechen wir innerhalb der Bundesregierung darüber, ob solche Ausgaben für die Ukraine künftig auch unter die Bereichsausnahme fallen könnten“, fügte Alabali Radovan hinzu. Dies bedeutet, dass es dafür keine Begrenzungen der im Grundgesetz verankerten Schuldenbremse bei der Kreditaufnahme geben würde.Spahn: Fraktion soll über seine Zukunft entscheiden Unionsfraktionschef Jens Spahn legt die Entscheidung über seine politische Zukunft im Amt in die Hand der Abgeordneten von CDU und CSU. „Ich werde die Frage, wie es weitergeht, mit der Fraktion natürlich erörtern, wenn wir uns im September wiedersehen“, sagte der CDU-Politiker der „Bild“. Auf einen möglichen Rücktritt angesprochen, sagte Spahn im Podcast „Ronzheimer“: „Am Ende kann ja nur die Fraktion darüber entscheiden, wie es weitergeht.“ Zur Frage, ob er weitermachen wolle, erklärte er: „Ich werde mit meiner Fraktion darüber reden und das in ihre Verantwortung – wo es ja auch hingehört, der Vorsitzende der Fraktion – auch legen.“Zugleich betonte Spahn: „Für mich ist jedenfalls eins klar: Für mich gibt es, und das wird mir jede Stunde immer bewusster, nichts Wichtigeres als meine Familie.“ Er habe lange mit sich gerungen, was das Thema Leihmutterschaft angeht, denn diese ist in Deutschland verboten, und auch seine Partei spricht sich klar gegen eine Legalisierung aus. „Ich bin lange zerrissen gewesen. Aber eben über dieses Ringen und sich mit dem Thema beschäftigen, haben wir uns für diesen Weg entschieden“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende. Er kenne es als Christ, dass „das eine die reine Lehre ist und das andere das echte Leben. Und dass das manchmal kein Schwarz und Weiß hat und keine einfachen Entscheidungen“. Er stelle sich der politischen Diskussion, die seine Vaterschaft ausgelöst habe: „Ich muss nur die Balance schaffen“, sagte Spahn. „Es ist und bleibt was sehr Privates. Ich möchte meine Familie schützen.“ Merz bekräftigt Verbot der LeihmutterschaftKanzler ​Friedrich Merz hat betont, dass es bei dem in Deutschland bestehenden Verbot der Leihmutterschaft bleibt. Er sei sich bewusst, wie ​sehr das Thema „in seiner ganzen Dimension menschlich, juristisch, gesellschaftlich, ethisch ⁠sehr viele Menschen im Augenblick in Deutschland aus diesem aktuellen Anlass bewegt“, sagte der CDU-Vorsitzende nach ​dem ​deutsch-französischen Ministerrat in Brühl auf die ‌Frage, ob er CDU/CSU-Fraktionschef Jens ‌Spahn verteidige. Dieser ist parteiintern in die Kritik geraten, weil sein Mann und er ​ein Baby ​von einer Frau in den ​USA haben austragen lassen. „Wir haben dazu in Deutschland eine klare Rechtslage. Wir haben in der Partei, in ‌der CDU einen Parteitagsbeschluss. Ich sehe nicht, dass an der Rechtslage ‌oder an dem Parteitagsbeschluss ‌Änderungen vorgenommen werden sollen“, sagte Merz. „Alles ​Weitere werden wir in der nächsten Sitzung des Präsidiums der ​CDU Deutschlands besprechen“, sagte der Kanzler. Am Montag tagt das CDU-Präsidium in Berlin.Diskussion um Leihmutterschaft: CDU-Landeschef fordert Rücktritt SpahnsSeit Unionsfraktionschef Jens Spahn bekannt gegeben hat, dass er und sein Ehemann mithilfe einer Leihmutter Väter geworden sind, ist eine Diskussion, auch innerhalb der CDU/CSU, entbrannt. Leihmutterschaft ist in Deutschland nicht zulässig, Spahn selbst und seine Partei sprechen sich gegen eine Legalisierung aus. Am Freitagmittag gibt es nun die erste Rücktrittsforderung. Der Chef der CDU in Mecklenburg-Vorpommern, Daniel Peters, sagt zur Bild-Zeitung, Spahn habe sich „in voller Absicht über in Deutschland geltendes Recht hinweggesetzt“. Er nehme für sich in Anspruch, als Privatperson anders handeln zu können als als CDU-Mandatsträger. „Die CDU steht für Glaubwürdigkeit und Klarheit, gerade in ethisch sensiblen Fragen“, sagt Peters weiter. „Jens Spahn ist als Vorsitzender der Unionsfraktion nicht mehr tragbar und muss zurücktreten.“Berlins CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers hält die aktuelle Debatte über Leihmutterschaft für schwierig. „Für mich persönlich wäre es nicht der richtige Weg“, sagte Evers, der wie sein Parteifreund Jens Spahn mit einem Mann verheiratet ist, dem Berliner Tagesspiegel. Er sehe das ethische Spannungsfeld, in dem sich dieses Thema und die Frage nach der Legalisierung der Leihmutterschaft bewegten, so Evers am Donnerstagabend am Rand der „queeren Wahlarena“ in Berlin-Kreuzberg. Dazu hatten der Verein Berliner CSD e. V., der Verband Queere Vielfalt Berlin-Brandenburg (LSVD) und der Tagesspiegel eingeladen. Grünen-Chef Felix Banaszak wünscht sich nun von Spahn, dass er sich äußert. Der Fraktionschef der Union habe gesagt, er sei offen dafür, Fragen dazu zu beantworten – „ich glaube, das muss er jetzt auch tun“, sagte Banaszak dem Fernsehsender Welt TV. „Es ist immer besser, wenn man im Einklang mit dem lebt, was man in sein eigenes Programm schreibt und auch politisch von anderen erwartet.“ Die persönliche Entscheidung Spahns wolle er aber nicht bewerten. Er sei selbst Vater einer kleinen Tochter, sagte Banaszak weiter, deshalb „wünsche ich persönlich Jens Spahn und auch seinem Ehemann alles Gute“. Es müsse aber möglich sein, die persönliche von der politischen Bewertung zu trennen.Lesen Sie mehr über die Debatte um Jens Spahn:Wadephul schlägt EU-Stabilisierungsmission für Libanon vorBundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat eine europäische Stabilisierungsmission für Libanon als Ersatz für den auslaufenden UN-Einsatz Unifil ins Gespräch gebracht. „Wir sollten in der EU prüfen, ob wir im Anschluss an die Unifil-Mission mit einem europäischen Mandat dafür sorgen können, dass kein Sicherheitsvakuum entsteht", sagte Wadephul dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) laut einem Vorabbericht vom Freitag. Eine solche Truppe könne die Voraussetzung dafür schaffen, dass sich die israelische Armee zurückziehe, ohne dass die Hisbollah-Miliz zurückkehre. In Libanon gebe es mit der sich stabilisierenden Regierung derzeit eine der hoffnungsvollsten Entwicklungen in der Region, erklärte der Minister weiter. „Wir Europäer müssen alles dafür tun, dass dieser Prozess positiv weitergeht." Die Friedensmission der Vereinten Nationen in Libanon (Unifil) läuft am 31. Dezember 2026 aus. Der Bundestag hatte das deutsche Mandat für eine Beteiligung an dem Einsatz vor wenigen Wochen letztmalig verlängert.Deutschland und Frankreich starten Atom-KooperationMit einer gemeinsamen Luftwaffenübung haben Deutschland und Frankreich ihre im März vereinbarte Zusammenarbeit bei der nuklearen Abschreckung erstmals in die Praxis umgesetzt. Zwei französische Rafale-Kampfjets, die mit Atomwaffen bestückt werden können, und zwei Eurofighter der Bundeswehr trainierten die Betankung in der Luft durch ein französisches Tankflugzeug, wie ein Sprecher der Luftwaffe der Deutschen-Presse-Agentur bestätigte.Am Rande der Tagung des deutsch-französischen Verteidigungsrats soll es am Freitag auf dem Fliegerhorst Nörvenich bei Köln eine weitere Übung geben, bei der deutsche und französische Soldaten Wartungsarbeiten an den Flugzeugen des jeweils anderen Landes vornehmen.Macron hatte europäischen Partnern bereits vor Jahren angeboten, unter den atomaren Schutzschirm Frankreichs zu rücken. Neben Großbritannien ist es das einzige westeuropäische Land, das über Atomwaffen verfügt. In Deutschland sind derzeit US-Atombomben als Teil der nuklearen Abschreckung der Nato stationiert, für deren Einsatz im Ernstfall die Bundeswehr Kampfjets bereitstellt. Die Kooperation mit Frankreich soll die Nato-Abschreckung ergänzen und stärken.Auch mit der Atommacht Großbritannien hat Frankreich eine nukleare Zusammenarbeit vereinbart. Sieben weitere Länder haben positiv auf das französische Angebot reagiert: Polen, die Niederlande, Belgien, Griechenland, Schweden, Dänemark und Norwegen. Stauffenberg-Enkel rügt Kabarettisten Steimle nach AfD-AuftrittEin Enkel des Hitler-Attentäters Claus Schenk Graf von Stauffenberg hat die Erwähnung seines Großvaters durch den Kabarettisten Uwe Steimle auf einer AfD-Veranstaltung scharf kritisiert. „Ich bin sprachlos. Das ist Geschichtsklitterung par excellence", sagte Karl Graf von Stauffenberg der Bild. Sein Großvater habe versucht, „Recht, Ordnung und Freiheit wiederherzustellen" – und nun das. „Mein Großvater wird in den Schmutz gezogen – es ist ganz grauenhaft."Steimle hatte bei der Veranstaltung in Dessau-Roßlau in Sachsen-Anhalt gesagt: „Wenn ich Friedrich Merz sehe, frage ich mich manchmal, wo ist eigentlich Stauffenberg, wenn man ihn mal wirklich braucht." Claus Schenk Graf von Stauffenberg war ein deutscher Wehrmacht-Oberst und zentraler Kopf des militärischen Widerstands gegen Adolf Hitler. Er ist vor allem bekannt für das gescheiterte Bombenattentat auf Hitler am 20. Juli 1944.Der Stauffenberg-Enkel sagte Bild: „Man kann von Herrn Merz halten, was man will. Aber ihn mit Adolf Hitler gleichzusetzen, ist ganz schlimm." Das sei eine „Verharmlosung des Dritten Reichs". Schwesig kritisiert Merz wegen UnterhaltsvorschussMecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) kritisiert Kanzler Friedrich Merz (CDU) wegen der Kürzungspläne beim Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende. „Die jüngsten Äußerungen des Bundeskanzlers und von Bundesministerin Prien zeigen, dass sie die Lebenssituation von Alleinerziehenden und ihren Kindern nicht verstanden haben", sagte Schwesig dem Spiegel. Viele Alleinerziehende arbeiteten bereits und seien trotzdem auf den Unterhaltsvorschuss angewiesen.Den Unterhaltsvorschuss übernimmt der Staat für Kinder von Alleinerziehenden, wenn ein Partner seiner Unterhaltspflicht nicht nachkommt. Familienministerin Karin Prien (CDU) plant, den Vorschuss nicht mehr bis zum 18. Geburtstag zu zahlen, sondern nur noch bis 16. Das Vorhaben stößt beim Koalitionspartner SPD auf Kritik. Pistorius weist Vorwürfe zu Fregattenprojekt scharf zurückVerteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat den Vorwurf eines Rechtsbruchs beim Ende des milliardenteuren Fregattenprojekts F126 scharf zurückgewiesen. Äußerungen im Namen der niederländischen Damen Werft seien ein „prophylaktischer Gegenangriff im Vorfeld jeder weiteren Entwicklung“, sagte der Minister in Berlin.Ohne einem noch nicht begonnenen Verfahren vorgreifen zu wollen, sei „auch öffentlich bekannt, dass die Damen Werft weiß, dass es unsererseits Schadensersatzforderungen in Höhe von 2,3 Milliarden Euro geben könnten“, sagte Pistorius.Pistorius hatte im Juni ein Ende des Projekts entschieden. Das zunächst als Generalunternehmer beauftragte niederländische Unternehmen Damen Schelde Naval Shipbuilding (DSNS) habe zeitliche und finanzielle Rahmenbedingungen nicht einhalten können, teilte das Ministerium mit. Die Damen-Werft wirft Pistorius nun Rechtsbruch und erhebliche Verfahrensfehler vor und hat den Anwalt und langjährigen CSU-Politiker Peter Gauweiler mit dem Fall beauftragt. Nach SZ-Informationen geht es um mögliche Schadenersatzforderungen von mindestens mehreren hundert Millionen Euro. „Dass sich ein Unternehmen dagegen zur Wehr setzt, dass ein Auftrag aufgekündigt wird, ist zunächst mal legitim. Die Grundlage dafür ist aber Schlechtleistung des Auftragnehmers, und das wissen alle Beteiligten“, sagte Pistorius, der in der Julius-Leber-Kaserne die Heimatschutz-Division sowie das Wachbataillon besuchte.„Ich sehe das ehrlich gesagt gelassen. Das mögen am Ende die Juristen prüfen“, sagte er. Und: „Wir haben sehr sorgfältig überlegt, warum wir das tun und dass wir es tun müssen, um weiteren Schaden für den Steuerzahler abwenden zu können.“Nach Aussagen über Merz und Merkel: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Kabarettist SteimleNach verunglimpfenden Aussagen über die CDU-Politiker Friedrich Merz und Angela Merkel hat die Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau Ermittlungen gegen den Kabarettisten Uwe Steimle eingeleitet. Man habe ein Verfahren nach Paragraf 126 des Strafgesetzbuchs eingeleitet, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft und bestätigte damit Informationen des Spiegels. Dabei geht es um die Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten.Steimle hatte sich in einer AfD-Veranstaltung am Dienstagabend in Dessau-Roßlau abfällig über Kanzler Merz und Altkanzlerin Merkel geäußert. Über das neue Porträtbild von Merkel sagte Steimle, die frühere Kanzlerin habe sich für eine Darstellung im Stehen entschieden, „weil sie ahnt, sie wird bald sitzen“. Er schob hinter: „Im Moment hängt sie erst mal.“ Und wenn der Nagel breche, „dann stellen wir sie an die Wand. Also uns wird schon was einfallen.“Über Merz sagte er: „Wenn ich Friedrich Merz sehe, frage ich mich manchmal, wo ist eigentlich Stauffenberg, wenn man ihn mal wirklich braucht.“ Claus Schenk Graf von Stauffenberg war ein deutscher Wehrmacht-Oberst und zentraler Kopf des militärischen Widerstands gegen Adolf Hitler. Er ist vor allem bekannt für das gescheiterte Bombenattentat auf Hitler am 20. Juli 1944.AfD-Chef Tino Chrupalla, Sachsen-Anhalts AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund und Steimle hatten bei der Podiumsdiskussion über das Thema Frieden debattiert. An dem Abend war auf Initiative Steimles auch die DDR-Nationalhymne gesungen worden, bevor die Veranstaltung mit der Nationalhymne der Bundesrepublik beendet wurde. Merz: „bin lernfähiges System“Bundeskanzler Friedrich Merz auf die Frage während der Sommer-Pressekonferenz, aus welchen Fehlern er gelernt habe: „Ich bin ein lernfähiges System und lerne jeden Tag dazu.“Mehr ladenTickarooLive Blog Software