Die Bundesregierung will mit ihrem 34 Punkte umfassenden Programm „Ein Programm für Aufschwung und Beschäftigung“ Investitionen erleichtern, Arbeitnehmer steuerlich entlasten und Arbeitsmarkt sowie Rente reformieren. Für die Wirtschaft in Dresden und Ostsachsen enthält das Paket aus Sicht der Industrie- und Handelskammer (IHK) wichtige Ansätze – allerdings auch einige Risiken.
IHK-Präsident Andreas Sperl sieht vor allem beim angekündigten Bürokratieabbau sowie bei schnelleren Planungs- und Genehmigungsverfahren Chancen für die Region. „Mit ihrem Reformpaket leitet die Bundesregierung überfällige und wichtige Schritte für unseren Wirtschaftsstandort ein“, erklärte Sperl. Unternehmen brauchten mehr Flexibilität am Arbeitsmarkt, verlässliche politische Rahmenbedingungen und vor allem weniger langwierige Verfahren.
Besonders bedeutsam sei das für das wachsende Halbleiter-Ökosystem in Dresden und Ostsachsen. Internationale Chipkonzerne, Zulieferer, Forschungsinstitute und mittelständische Technologieunternehmen bildeten inzwischen eine eng verflochtene Wertschöpfungskette. Damit die Region ihre Stellung im internationalen Wettbewerb behaupten könne, seien Planungssicherheit, leistungsfähige Infrastruktur und rasche Genehmigungen entscheidend, so die IHK. Eine Beschleunigung der Verwaltung helfe nicht nur einzelnen Investoren, sondern stärke den gesamten Mikroelektronikstandort.










