Beim Frühlingsempfang des sächsischen Handwerks in Dresden hat die Branche den Freistaat aufgefordert, über den Bundesrat stärker auf die Bundesregierung einzuwirken. Viele Betriebe stünden wirtschaftlich unter erheblichem Druck.
„Viele Handwerksbetriebe stehen mit dem Rücken zur Wand. Sie machen sich große Sorgen, ob ihre Geschäftsmodelle in Zukunft noch aufgehen“, sagte der Präsident des Sächsischen Handwerkstages, Uwe Nostitz, am Donnerstagabend in Dresden. Die Unternehmen bräuchten jetzt Ergebnisse, die in den Backstuben, Ladengeschäften und Werkstätten ankämen.
Sachsen habe zuletzt mehrere Initiativen in der Länderkammer mit Erfolg angeschoben oder begleitet, hieß es beim Empfang. Aus Sicht des Handwerks müssten nun weitere Schritte folgen. Notwendig seien höhere Investitionen sowie sinkende Arbeits- und Sozialkosten.
Bauwirtschaft als Sorgenkind
Besonders betroffen sind nach Angaben des Verbandes die rund 15.000 Bau- und Ausbauunternehmen im Freistaat. Lange Zeit hätten sie die sächsische Konjunktur getragen, inzwischen seien sie zum Sorgenkind geworden. Steigende Preise für Baustoffe, hohe Energie- und Spritkosten sowie bürokratische Belastungen drückten auf das Geschäft. Hinzu komme die Sorge, dass der Bauwirtschaft angesichts der schwachen Konjunktur Mitarbeiter verloren gingen.









