Die Bundesregierung streicht dem queeren Jugendnetzwerk Lambda das Geld. Das ist ein Angriff auf gemeinnützige Vereine – und LGBTQI+ in Deutschland.

D ie Union verhält sich derzeit wie die Feuerwehr, die den Brandmelder ausschaltet und in unmittelbarer Nähe zuguckt, wie das Feuer weiterbrennt. Ab und zu schüttet sie selbst ein bisschen Benzin hinein und guckt fasziniert zu. Wusch! Eine beeindruckende Stichflamme nach der nächsten schlägt hoch; Hauptsache, der Brandmelder piept nicht mehr.

Denn wer die politische Berichterstattung verfolgt, kann live dabei zusehen, wie der Staat die Demokratie und zivilgesellschaftliches Engagement aushöhlt – getrieben von der AfD. Besonders im CDU-geführten Familienministerium ist das zu beobachten: Das neueste Öl im Feuer ist die Streichung der Finanzierung des bundesweit einzigen gemeinnützigen Jugendverbands für Queers. Lambda e. V. wird vom Familienministerium mit 379.954 Euro gefördert, nun wurde der Rahmenvertrag zum Ende des Jahres gekündigt.

Dass ein gemeinnütziger Verband gefördert wird, ist sinnvoll: Gemeinnützigkeit hilft der Allgemeinheit, nicht bloß den Einzelnen. Wie kann es der Gesellschaft gut gehen, wenn wir nicht sicher sein können, dass es queeren Jugendlichen gut geht? Wenn es in der Küche schon angefangen hat zu brennen, freut man sich ja auch nicht, dass es im Bad auf einmal schön warm ist.