Im Gegensatz zum Deutschen Fußball-Bund hat sich eine überwältigende Mehrheit der Fifa-Mitgliedsverbände für eine Wiederwahl von Gianni Infantino ausgesprochen. Der amtierende Präsident des Weltverbands habe trotz des Wirbels um die aufgehobene Rot-Sperre für US-Profi Folarin Balogun die formale Unterstützung von mehr als 200 Ländern erhalten, berichtet der »Guardian«. Demnach habe nur eine Handvoll der 211 Verbände kein Unterstützungsschreiben unterschrieben. Die Größenordnung deckt sich mit Informationen der Deutschen Presse-Agentur.

Der DFB hatte zuletzt bestätigt, kein Unterstützungsschreiben für die Wiederwahl Infantinos unterzeichnet zu haben. »Weitere Schritte werden im DFB-Präsidium beraten«, hieß es in einer Stellungnahme des Verbandes am vergangenen Mittwoch.Wahl im März 2027Infantino darf sich zum jetzigen Stand seiner erneuten Wiederwahl beim Fifa-Kongress am 18. März 2027 im marokkanischen Rabat sicher sein. Auch wenn es nach dem Fall Balogun vor allem aus Europa kritische Stimmen gegeben hatte, hat sich bislang kein Gegenkandidat erklärt. Die Rot-Sperre des US-Stürmers war nach einem Anruf von US-Präsident Donald Trump bei Infantino durch die formal unabhängige Disziplinarkommission aufgehoben worden, dies hatte für einige Kritik am FIFA-Präsidenten gesorgt. Eine breite Opposition ist in der Fußballwelt derzeit aber nicht in Sicht.