In Deutschland gilt der Begriff Faschismus schnell als zu scharf, als Keule, als Übertreibung. Es wird viel über den Faschismus gesprochen, aber kaum darüber, was er eigentlich bezeichnet.Die Philosophin Eva von Redecker hält das für einen Fehler. In ihrem neuen Buch „Der Drang nach Härte" argumentiert sie, dass wir heute zu oft auf die eindeutigen Symbole, das Hakenkreuz und das Hitlerbärtchen warten.Ist es also soweit, dass wir dieses harte Wort verwenden sollten, weil weniger harte Worte vor dieser neuen Realität versagen? Im Gespräch mit Ronen Steinke erklärt Eva von Redecker, was aus ihrer Sicht den neuen Faschismus ausmacht, warum wir ihn so schwer erkennen – und was eine Gesellschaft braucht, um standhaft zu bleiben.Rechtsruck:Die Faschismus-Debatte ist leider keine linke NebelkerzeKann man die gegenwärtige Verrohung und die Ausgrenzungsfantasien immer noch bloß „Rechtspopulismus“ nennen? Nur, wenn man ignoriert, was die Forschung längst weiß.Jeden zweiten Freitag erscheint eine Folge von „Ist das gerecht?“. Alle Folgen jetzt mit SZ Plus hören auf SZ.de oder auf Spotify.Host: Ronen Steinke Redaktion: Annabell BurkhardtProduktion: Carolin LenkSie erreichen die Redaktion dieses Podcasts unter podcast@sz.de – wir freuen uns über Anregungen, Lob oder Kritik.