In Schongau verletzte ein 16-Jähriger zwei Mitschülerinnen schwer. Das mutmaßliche Bekennerschreiben zeigt Verbindungen zu Faschismus und Incel-Szene.
Das abgesperrte Schulgelände des Welfen-Gymnasiums in Schongau am 8. Juli
Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Innerhalb der herrschenden Verhältnisse in Deutschland gibt es die unangenehme Tendenz, eine ideologisch motivierte Gewalttat erst einmal zu entpolitisieren. So hat es auch die bayerische Polizei nach dem Attentat in Schongau am 8. Juli 2026 getan.
Der erst 16 Jahre alte Täter hat auf dem von ihm besuchten Gymnasium zwei 13 Jahre alte Mädchen schwer mit einem Messer verletzt; außerdem war er mit einer mittels 3D-Drucker hergestellten Schrotflinte bewaffnet. Der Polizeisprecher sprach von „zufällig“ ausgewählten Zielen. Eine Auseinandersetzung mit dem auf einschlägigen Portalen veröffentlichten, 19 Seiten langen Manifest offenbart jedoch, dass der Jugendliche enge Bezüge zu menschenfeindlichen Communitys wie Incels, dem rechtsextremen Akzelerationismus oder auch der gewaltverherrlichenden „No Lives Matter“-Szene hatte.















